Montag, 24. Juni 2019

Pepsi übernimmt Sodastream Warum Pepsi auf Wasser statt Limonade setzt

Sodastream-Spot mit Scarlett Johansson: Die Hollywood-Schauspielerin erntete wegen ihrer Werbetätigkeit für den Wassersprudler-Hersteller vor einigen Jahren massiv Kritik
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Sodastream-Spot mit Scarlett Johansson: Die Hollywood-Schauspielerin erntete wegen ihrer Werbetätigkeit für den Wassersprudler-Hersteller vor einigen Jahren massiv Kritik

2. Teil: Woran Coca-Cola scheiterte...

Mit Sodastream erweitert Pepsi nicht nur sein Wasser-Portfolio. Der Konzern dringt mit dem Heimgetränkemarkt auch in ein neues Segment vor, mit dem er weitere Wachstumsphantasien verknüpft: Ziel sei es, den Kunden weltweit "personalisierte Heimgetränke-Lösungen" anbieten zu können, erklärte Pepsi-President Ramon Laguarta, der von Nooyi am 3 Oktober den Chefposten übernehmen soll.

Ein Segment. das sich auch gut als nachhaltig verkaufen lässt. Zwar bietet Sodatsream für seine Geräte auch Zusatzstoffe an, mit denen sich zuckerhaltige Limonaden zubereiten lassen. Rund neun von zehn Kunden nutzen das Gerät den Angaben jedoch hauptsächlich dafür, Leitungswasser aufzusprudeln. Was den Kauf von Wasser in Mehrweg und PET-Flaschen unnötig macht.

Auch gegenüber dem Rivalen Coca-Cola könnte die Übernahme Vorteile bringen. Zwar profitiert Coca-Cola aktuell von massiven Marketingaktionen in den USA - und setzt wie Pepsi auf den Zukauf junger, angesagter und teils auch gesünderer Marken.

Pepsi will Kunden "jenseits der Flasche" gewinnen

Der Versuch, über seine Beteiligung am Kapselhersteller Keurig vor einigen Jahren selbst mit einem Sprudelgerät im Markt Fuß zu fassen, war allerdings gescheitert. Das Gerät "Keurig Kold" hatte Keurig 2016 wegen Erfolglosigkeit wieder vom Markt genommen.

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