Montag, 18. November 2019

Fragen und Antworten zum Bieterwettkampf Noch ein Gebot für Osram?

Klassische Glühbirnen wie hier auf dem Logo abgebildet spielen beim Lichtkonzern Osram kaum noch eine Rolle. So interessiert sich Bieter AMS vor allem für das Autozuliefer- und das Photonik-Geschäft von Osram.

Das Bieterrennen um den Münchener Lichtkonzern Osram geht auf die Zielgerade: Wie AMS am Montag mitteilte, hat sich der österreichische Chipkonzern eine Woche vor dem Ende der Annahmefrist 5,52 Prozent an Osram Börsen-Chart zeigen gesichert - dies vor allem durch eigene Aktienkäufe. Nur 1,75 Prozent der Anteilsscheine hat AMS von Osram-Aktionären für 38,50 Euro angedient bekommen, den Rest hat sich der Bieter am Markt für rund 130 Millionen Euro selbst zusammengekauft. AMS will 62,5 Prozent der Osram-Anteile einsammeln.

Die konkurrierenden Finanzinvestoren Bain und Carlyle indes hatten die Schwelle sogar auf 70 Prozent gesetzt. Sie bieten lediglich 35 Euro je Osram-Aktie und haben bis Ende der vergangenen Woche 1,68 Prozent angedient bekommen.

Weil sich Carlyle Insidern zufolge gegen eine Aufstockung der Offerte wehrt, lotet Bain nun zusammen mit der Beteiligungsfirma Advent aus, ob sie der bisher überlegenen, 4,3 Milliarden Euro schweren Übernahmeofferte von AMS gemeinsam doch noch Paroli bieten können.

Die Österreicher glauben nicht an ein Gegenangebot: Mit den Spekulationen darüber werde nur versucht, das Angebot von AMS zu vereiteln, sagte eine Sprecherin am Dienstag. Dieses sei "die beste verfügbare Option für alle Beteiligten".

AMS richtete zugleich einen Appell an die Osram-Aktionäre, die bisher kaum auf die Offerte eingegangen sind: Sie müssten jetzt ihre Aktien einreichen, um den Erfolg des Angebots sicherzustellen. Doch am Ende könnten für Osram drei Übernahmeangebote gleichzeitig auf dem Tisch liegen - das gab es Experten zufolge bei einem deutschen Unternehmen noch nie. Lesen Sie die wichtigsten Fragen und Antworten:

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