Donnerstag, 25. April 2019

Lichtkonzern in Not Osram schreibt Verlust und verschärft Sparprogramm

Osram: Sparprogramm wird verschärft

Rückschlag für Osram Börsen-Chart zeigen: Der Lichtkonzern ist zum Jahresauftakt in die roten Zahlen gerutscht. So trübte sich die Automobilkonjunktur - ein wichtiger Faktor für Osram - deutlich ein, wie das Unternehmen am Donnerstag in München mitteilte. Aber auch die Nachfrage bei Smartphones und in der Allgemeinbeleuchtung ging zurück.

Mit einem verschärften Sparprogramm will Osram nun gegensteuern. Die Aktie verlor vorbörslich mehr als 1 Prozent.

Der Nettoverlust betrug in den ersten drei Monaten des Geschäftsjahres 81 Millionen Euro. Dabei machten sich auch Abschreibungen auf das zum Verkauf stehende Leuchtengeschäft negativ bemerkbar. Im Vorjahr hatte Osram Börsen-Chart zeigen noch einen Gewinn von 60 Millionen Euro erzielt. Auch im fortgeführten Geschäft verbuchte Osram mit 5 Millionen Euro einen Fehlbetrag nach Steuern.

Das Unternehmen hatte bereits Ende Januar schwache operative Ergebnisse vorgelegt. Das bereinigte Ebitda nahm um nahezu 50 Prozent auf 93 Millionen Euro ab. Dabei zog sich der Ergebnisrückgang quer durch alle Bereiche. So sank das bereinigte operative Ergebnis mit optischen Halbleitern um ein Drittel, im Geschäft mit der Automobilindustrie verdiente Osram Börsen-Chart zeigen ebenfalls gut ein Drittel weniger.


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Die neu zusammengefasste Digitalsparte rutschte in die Verlustzone. Im Zuge der geplanten Neuausrichtung, die Osram im vergangenen Jahr angekündigt hatte, haben die Geschäftsbereiche zum ersten Quartal einen neuen Zuschnitt erhalten.

Die Jahresprognose steht unter dem Vorbehalt, dass sich die Auftragseingänge in den nächsten Monaten beleben werden. Doch die Sichtbarkeit auf die weitere Entwicklung nannte Osram eingeschränkt. Für das laufende Geschäftsjahr 2018/19 (Ende September) hatte der Konzern eine ohnehin zurückhaltende Prognose abgegeben. So dürfte die bereinigte operative Marge weiter sinken: von 14,7 Prozent auf 12 bis 14 Prozent. Der vergleichbare Umsatz dürfte stabil bleiben oder moderat wachsen.

Osram Börsen-Chart zeigen verschärft wegen der Schwäche sein Sparprogramm. Bis 2020 sollen 160 bis 180 Millionen Euro gespart werden, ursprünglich hatte Osram bis 140 Millionen Euro als Ziel, stockte zum vierten Quartal dann noch einmal auf bis zu 150 Millionen Euro auf. Das Management habe eine Reihe von Gegenmaßnahmen insbesondere auch zur Umsatzsteigerung auf den Weg gebracht, hieß es. Auch in der Sparte Opto Semiconductors seien erhebliche strukturelle Maßnahmen eingeleitet worden, erklärte Osram. Unter anderem will Osram hunderte Stellen am Standort in Regensburg abbauen

la/reuters

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