Mittwoch, 13. November 2019

Neue Offerte Mit diesem Angebot will AMS die Osram-Aktionäre doch noch überzeugen

Osram-Zentrale in München: AMS gibt nicht auf

Der österreichische Sensorspezialist AMS legt wie erwartet ein neues Übernahmeangebot für Osram Börsen-Chart zeigen vor. Die Aktionäre des Leuchtenherstellers können ihre Anteile vom 7. November bis zum 5. Dezember anbieten, wie aus der am Donnerstag veröffentlichten offiziellen Offerte von AMS hervorgeht.

Die Bedingungen für das Gebot bleiben so, wie sie am 18. Oktober angekündigt wurden. Demnach bietet AMS wie schon beim ersten Versuch 41 Euro je Osram-Anteil. Damit Die bewertet AMS Osram mit insgesamt rund 4,6 Milliarden Euro.

AMS will sich diesmal aber damit zufriedengeben, mindestens 55 Prozent der Osram-Anteile zu erhalten. AMS besitzt bereits knapp 20 Prozent der Anteile. Der erste Anlauf war daran gescheitert, dass die Österreicher die selbst gesetzte Mindestschwelle von 62,5 Prozent der Anteile verfehlten, weil Aktionäre ihre Ante4ile nicht andienen wollen. Sie sahen mehr Nachteile als Vorteile durch den Deal für Osram.

Arbeitnehmervertreter sollen mehr Mitspracherechte erhalten

Nun geht AMS-Chef Alexander Everke auf einige Forderungen der Kritiker ein. So stellt AMS eine Kooperationsvereinbarung mit einem erweiterten Schutz für die Osram-Beschäftigten in Deutschland in Aussicht, die Standorte und Arbeitsplätze sichern soll. Der Osram-Vorstand und die Arbeitnehmervertreter sollen mehr Mitspracherechte bei der Entwicklung der künftigen Strategie erhalten.

AMS hatte eine Lücke im Gesetz ausgenutzt und nach dem Scheitern postwendend ein neues Übernahmeangebot angekündigt. Mit Hilfe einer neuen Bietergesellschaft umgingen die Österreicher damit eine zwölfmonatige Sperrfrist.

AMS verspricht sich von dem Zusammenschluss unter anderem Einsparungen von 240 Millionen Euro pro Jahr. Dafür würden zunächst Integrationskosten von rund 400 Millionen Euro fällig. Um den Kaufpreis für Osram zu stemmen, wollen die Österreicher neue Aktien im Umfang von 1,6 Milliarden Euro ausgeben und den Rest durch Kredite finanzieren.

mg/dpa-afx, rtr

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