Neuer Chefposten Bruno Sälzer steigt bei Bench ein

Fliegender Wechsel: Der scheidende Escada-Chef Bruno Sälzer soll zum 1. Dezember neuer Chef der britischen Marke Bench werden und steigt dort auch finanziell mit ein. Der 57-Jährige hat mit dem britischen Label Großes vor.
Bruno Sälzer: Der Modemanager sucht nach seinen Erfahrungen bei Boss und Escada jetzt bei Bench neue Herausforderungen

Bruno Sälzer: Der Modemanager sucht nach seinen Erfahrungen bei Boss und Escada jetzt bei Bench neue Herausforderungen

Foto: DPA

Hamburg/Frankfurt am Main - Paukenschlag in der Modebranche: Der Modemanager Bruno Sälzer übernimmt zum 1. Dezember den Chefposten bei der Modemarke Bench. Zudem steigt der 57-Jährige mit 15 Prozent bei dem britischen Label der Americana International Limited ein und wird Chairman, bestätigte am Montag das Unternehmen einen entsprechenden Bericht der fachzeitschrift "Textilwirtschaft". 

Americana war erst im Februar von dem Münchener Private-Equity-Unternehmen Emeram Capital Partners übernommen worden. Diese geben nun 15 Prozent von Bench an Sälzer weiter

Sälzer, seit 2008 Vorstandschef bei Escada , hatte vor kurzem angekündigt, seinen Ende des Jahres auslaufenden Vertrag bei Escada nicht verlängern zu wollen. Davor war Sälzer von 2002 bis 2008 als Vorstandschef von Hugo Boss  tätig.

"Internet und Social Media sind dabei, das Lebensgefühl und den Look einer ganzen Generation zu verändern. Bench spricht genau diese Zielgruppe an, das hat mich gereizt und überzeugt", begründet Sälzer den Wechsel. Darum auch der Entschluss, sich langfristig an der Firma zu beteiligen.

Wie die "Textilwirtschaft" weiter berichtet, wird Sälzer parallel zum Stammhaus in Manchester eine Schaltzentrale in München einrichten, von wo aus wichtige Bereiche, unter anderem auch das Marketing, geführt werden sollen.

Mit dem Label, das sich mit seiner eher sportlichen Mode vor allem an Jüngere richtet, hat Sälzer offenbar viel vor. "Wir werden Bench in Zukunft sehr viel stärker modisch führen. Oberhalb von H & M. Bei Contemporary Fashion", zitierte ihn die "Textilwirtschaft".

Die 1987 in Großbritannien gegründeten Modemarke Bench ist nach eigenen Angaben profitabel und beschäftigt rund 400 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz lag demnach zuletzt bei mehr als 100 Millionen Euro, zusätzlich zu rund 50 Millionen Umsatz von Lizenzpartnern.

mihec
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