Mittwoch, 1. April 2020

Luxusschnäppchen Air Berlin versteigert Tickets für die Businessclass

Gemachtes Bett: Immer mehr Airlines bieten Kunden per Auktion Luxus-Schnäppchen an

2. Teil: Unmut unter Vielfiegern

Die beschränken sich nach Branchenangaben nämlich nicht ausschließlich auf die Höhe des Preises und möglicher Konkurrenzangebote. Auch die Höhe des ursprünglichen Ticketpreises, der mögliche Mitgliedsstatus im Vielfliegerprogramm und die Erfolgsgeschichte bei früheren Geboten kann mit berücksichtigt werden, heißt es unter Experten. "Die werden das mit Sicherheit so deichseln, dass sie einen dazu kriegen, möglichst viel zu bieten", ärgert sich ein Vielflieger.

In welcher Größenordnung sich die durchschnittlichen Gebote bewegen kommentiert die Airline nicht. Schließlich könnten sich ansonsten die regulären Businessclass-Kunden veräppelt fühlen, wenn sie bei ihren Buchungen ein Vielfaches für dieselbe Leistung hinblättern müssen.

Während die Zufriedenheit derjenigen Kunden, die das Angebot nutzen und mit ihrem Gebot erfolgreich sind, äußerst hoch sein dürfte, macht sich bei Vielfliegern bereits Ärger breit. "Das senkt natürlich die Chancen für ein kostenloses Upgrade", ärgert sich beispielsweise ein Nutzer der Vielfliegercommunity Flyertalk.

Für die Airlines dürfte sich das Tech-Investment hingegen lohnen. Bei El Al, die mittlerweile auch benachbarte Mittelsitze für einen Aufschlag von rund 150 Dollar freihalten, zahlten die Kunden bei den Auktionen immerhin 800 Dollar pro auktioniertem Upgrade-Ticket. Geld, das Air Berlin aktuell gut gebrauchen kann.

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