Führungsspitze vor Abflug Lufthansa-Chef Spohr greift bei Brussels Airlines durch

Fliegt nicht zur Zufriedenheit des Mutterkonzerns Lufthansa.

Fliegt nicht zur Zufriedenheit des Mutterkonzerns Lufthansa.

Foto: PATRIK STOLLARZ/ AFP

Die Lufthansa will einem Konzern-Insider zufolge wegen schlechter Geschäftszahlen bei ihrer Tochter Brussels Airlines das Top-Management austauschen.

Brussels stehe von allen Airlines im Lufthansa-Verbund wirtschaftlich am schlechtesten da, sagte eine mit der Situation vertraute Person am Sonntag zu Reuters. "Wenn man Brussels Airlines voranbringen will, geht das nur mit einem neuen Management."

Die Spitze der belgischen Tochter um Chef Bernard Gustin habe voriges Jahr mit letztlich gescheiterten Integrationsbemühungen vertan. Neben dem CEO stehe deshalb auch der Job von Finanzchef Jan De Raeymaeker zur Diskussion. Die Themen sollten am Montag auf einer Aufsichtsratssitzung von Brussels Airlines besprochen werden. Die Lufthansa  wollte die Informationen nicht kommentieren.

Deutschlands größte Fluggesellschaft hatte Brussels Airlines im Dezember 2016 komplett übernommen . Damals lobte Lufthansa-Chef Carsten Spohr "die bereits heute (...) wettbewerbsfähige Kostenstruktur" sowie "die hohe Qualifikation, Motivation und engagierte Leistung der 3.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter" der neuen Tochter.

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Die Fluglinie ist für die Deutschen interessant wegen der Europa-Beamten und Lobbyisten in Brüssel, die viel Geld für Flugtickets ausgeben. Derzeit zählt der belgische Ableger 44 Flugzeuge, davon 10 Langstrecken-Jets. Die Lufthansa habe bereits Investitionen für die Erweiterung der Langstrecke zugesagt, sagte der Insider. Doch könne man Arbeitsplätze nur sichern, wenn das Geschäft zukunftsfähig aufgestellt sei.

Reuters, soc
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