Patrouillenboote aus Bremen Lürssen-Werft zieht Milliardenauftrag aus Australien an Land

Bei der Modernisierung seiner Kriegsmarine hat sich Australien für die Bremer Lürssen-Werft entschieden. Der Milliardenauftrag gilt für eine Flotte von Patrouillenbooten. Zwei Konkurrenten gehen leer aus.
Küstenschutzboot auf der Peene-Werft der Lürssen-Gruppe in Wolgast (Mecklenburg-Vorpommern)

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Die australische Regierung hat einen Milliardenauftrag zum Bau von zwölf Patrouillenbooten an die Bremer Lürssen-Werft vergeben. Das teilte Premierminister Malcolm Turnbull am Freitag in Sydney mit. Der Auftrag habe ein Volumen von vier Milliarden australischen Dollar (2,57 Milliarden Euro). Der Baubeginn in Adelaide sei ab Mitte kommenden Jahres vorgesehen.

Den Patrouillenbooten sei "eine wichtige Rolle beim Schutz der Grenzen" Australiens zugedacht, betonte Turnbull. Die Boote aus deutscher Produktion hätten eine großere Reichweite und bessere Leistung als die gegenwärtige Patrouillenboot-Flotte. Die australische Marine könne künftig "umfassendere Operationen unternehmen".

Die Fr. Lürssen Werft GmbH & Co. KG hatte sich bei der Ausschreibung gegen die niedersächsische Fassmer-Werft und den niederländischen Konkurrenten Damen durchgesetzt. Für das Projekt werden in Australien rund 1000 Arbeitsplätze in Adelaide und Perth geschaffen.

Australien baut seit einigen Jahren seine Seestreitkräfte aus. Im Vorjahr wurde der französische Schiffsbauer DCNS mit dem Bau von zwölf U-Booten im Wert von 50 Milliarden Dollar (32,2 Milliarden Euro) beauftragt.

rei/dpa
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