Donnerstag, 2. April 2020

Dollar und US-Staatsanleihen profitieren Coronavirus und Syrien-Konflikt setzen türkischer Lira zu

Coronavirus und Syrien-Konflikt setzen türkischer Lira zu

Die Furcht vor der Ausbreitung des Coronavirus und der Konflikt im Nachbarland Syrien hat die türkische Lira Börsen-Chart zeigen zum Wochenauftakt schwer getroffen. Die Währung fiel am Montag auf den niedrigsten Stand seit Mai, ein Dollar Börsen-Chart zeigen kostete mit 6,1551 Lira ein Prozent mehr als am Freitag. Seit Jahresbeginn summieren sich die Verluste der Lira auf mehr als drei Prozent. "Die weltweite Flucht aus dem Risiko macht auch vor der Lira nicht halt", sagte ein Devisenhändler bei einer Bank. Der Dollar gelte als sicherer Hafen und lege zu, genauso wie US-Staatsanleihen und Gold.

Der Ausbruch der Lungenkrankheit in Italien verunsicherte die Investoren weltweit, die Aktienkurse brachen ein. An dem Virus sind in Norditalien inzwischen fünf Menschen gestorben, auch im Iran und in anderen Staaten wurden Erkrankungen gemeldet. Die Türkei hat ihre Grenze zum Iran geschlossen und Flüge gestrichen.

Dazu kommen die Spannungen wegen des Bürgerkriegs in Syrien. Die Türkei hat in der umkämpften nordsyrischen Provinz Idlib Tausende Soldaten stationiert. Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan hat angekündigt, am 5. März mit Vertretern aus Russland, Deutschland und Frankreich über eine Lösung für die Rebellenhochburg zu sprechen. Sie liegt an der Grenze zur Türkei. Die Türkei unterstützt einige Rebellengruppen, Russland den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

rtr/akn

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