Freitag, 13. Dezember 2019

Handelsstreit belastet Ergebnis empfindlich Kukas Aufträge aus China haben sich halbiert

Dei Roboter von Kuka kommen weltweit zum Einsatz - so wie hier bei der Autoproduktion von Ford in Köln

Der Roboterhersteller Kuka bekommt die Verunsicherung wegen des Handelskriegs zwischen den USA und China zu spüren. Im zweiten Quartal halbierte sich der Gewinn im Vergleich zum Vorjahresquartal auf gut 20 Millionen Euro, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Ein Grund für das schwächere Ergebnis seien rückläufige Aufträge: Von März bis Juni gingen die Auftragseingänge um fast 5 Prozent auf 914 Millionen Euro zurück. Besonders stark war der Rückgang in China, wo die Aufträge um die Hälfte einbrachen. Die Konzernerlöse gaben um sechs Prozent auf rund 802 Millionen Euro nach. Kuka war 2016 von Investoren übernommen worden und gehört seitdem mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern.


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"Die abgeschwächte Konjunktur, der Handelsstreit zwischen USA und China, sowie der Brexit verunsichern unser Umfeld", sagte Vorstandschef Peter Mohnen. Die Kunden hielten sich mit Investitionen zurückhalten.

Im vergangenen Jahr hatte das Unternehmen die Geschäftsziele verfehlt. Der Vorstand hatte deshalb zu Jahresbeginn ein Sparprogramm gestartet, demzufolge in diesem Jahr auch etwa 350 Vollzeitstellen in Augsburg wegfallen sollen.

Zuletzt musste der Roboterhersteller Spekulationen entgegnen, der Stammsitz könnte von Augsburg nach China verlagert werden. Der chinesische Aufsichtsratschef Andy Gu wie diese Gerüchte entschieden zurück.

Für das Gesamtjahr peilt der Roboterbauer weiter einen leicht auf rund 3,3 Milliarden Euro steigenden Umsatz an, nach 3,2 Milliarden Euro im Jahr 2018. Die Ebit-Marge für den Gewinn vor Zinsen und Steuern soll bei rund 3,5 Prozent liegen, nach 3 Prozent im ersten Halbjahr. Kuka gehört mehrheitlich dem chinesischen Midea-Konzern.

rei mit dpa

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