Freitag, 22. November 2019

Top-Frauen - Janina Kugel Der Popstar im Siemens-Vorstand

Janina Kugel (Mitte) mit weiteren Finalistinnen (v.l.n.r.): Stephanie Caspar, Nicola Leibinger-Kammüller, Martina Hund-Mejean und Maria Moraeus Hanssen.
[M]: PR (2), IPON / imago, Kit Kittle, Antoine Meyssonnier / DEA / obs
Janina Kugel (Mitte) mit weiteren Finalistinnen (v.l.n.r.): Stephanie Caspar, Nicola Leibinger-Kammüller, Martina Hund-Mejean und Maria Moraeus Hanssen.

manager magazin und die Boston Consulting Group zeichnen die einflussreichsten Akteurinnen der deutschen Wirtschaft aus. Zur Frau des Jahres wurde Janina Kugel gekürt, Personalvorständin und Arbeitsdirektorin bei Siemens.

Eine Topmanagerin von Siemens führt in diesem Jahr die Liste der 100 einflussreichsten Frauen der deutschen Wirtschaft an. Janina Kugel (48), seit 2015 Personalvorständin und Arbeitsdirektorin bei Siemens, ist von einer Jury zur Prima inter Pares gewählt worden. Die Wahl ist eine gemeinsame Initiative des manager magazins und der Boston Consulting Group.

Der Kreis der 100 Finalistinnen setzt sich aus Managerinnen und Aufsichtsräten in großen Konzernen, Familienunternehmen und Start-ups zusammen sowie aus bedeutenden Persönlichkeiten aus Wissenschaft, Politik und Kultur.


Die gesamte Liste mit kurzen Begründungen für die Aufnahme in die Top100-Liste finden Sie hier.


Zu den Finalistinnen gehören beispielsweise Susanne Steidl, Chief Product Officer bei Wirecard, Helene von Roeder, Finanzvorständin des Wohnungskonzerns Vonovia, Britta Fünfstück, ab Januar CEO des Medizinprodukteherstellers Hartmann und Birgit Bohle, neue Personalvorständin der Deutschen Telekom. Ebenfalls ausgezeichnet wurden deutsche Spitzenmanagerinnen im Ausland, etwa Elga Bartsch, Leiterin des volkswirtschaftlichen Research und der Kapitalmarktanalyse bei BlackRock, sowie Martina Hund-Mejean, Finanzvorstand bei Mastercard.

Eine hochkarätige Jury hat die Auswahl getroffen. Zum Auswahlgremium gehörten Multiaufsichtsrat Werner Brandt (RWE/ProSiebenSat.1), Burda-Managerin Stephanie Czerny, Personalberater Christoph Zeiss, Professorin Isabell Welpe von der Technischen Universität München, Bundesfamilienministerin Franziska Giffey sowie Carsten Kratz, Deutschland-Chef der Boston Consulting Group, und Steffen Klusmann, bis Oktober Chefredakteur des manager magazins.

Die Wahl der Jury fiel in diesem Jahr auf Kugel, weil sich die Siemens-Vorständin wie keine andere deutsche Topmanagerin für Vielfalt, Toleranz und Respekt einsetzt. Auch die tiefgreifenden Restrukturierungen in der Kraftwerkssparte hat sie in gutem Einvernehmen mit den Beschäftigten über die Bühne gebracht.


Das Porträt über Janina Kugel - "Popstar im Siemens-Vorstand" - finden Sie hier.


Die Bedingungen für Frauen in Führungspositionen der 100 wichtigsten börsennotierten Unternehmen untersucht der "Gender Diversity Index", den die Boston Consulting Group (BCG) exklusiv für manager magazin erstellt hat. Die BCG-Analyse zeigt, wie viele Frauen in den Vorständen und Aufsichtsräten der Unternehmen zu finden sind und wie sie im Verhältnis zu ihren männlichen Kollegen bezahlt werden.

Das mit 74,4 Punkten diverseste Dax-Unternehmen ist Henkel. Mit Simone Bagel-Trah hat der Konzern eine Aufsichtsratschefin, im Vorstand führt Kathrin Menges das Personalressort. Frauen verdienen über 90 Prozent von dem, was männliche Kollegen erhalten.

An Platz eins in der Gesamtwertung steht die Aareal Bank mit 80,44 Punkten. Den Aufsichtsrat des M-Dax-Wertes führt Marija Korsch, zwei von sechs Vorständen sind Frauen. Sie verdienen allerdings im Schnitt nur rund 70 Prozent des Gehalts ihrer Kollegen, wenn CEO Hermann Merkens mit einbezogen wird.

Am unteren Ende des Indexes finden sich neben Traditionskonzernen wie ThyssenKrupp oder Rheinmetall auch einige Vertreter der jungen Berliner Start-up-Szene wie Delivery Hero oder Zalando. Zalando landet auf Platz 91, Delivery Hero mit 0 von 100 Punkten sogar auf dem letzten Rang. Beide Unternehmen haben keine Frauen im Vorstand, bei Zalando reden immerhin zwei Rätinnen mit. Der Index weist nach, dass die Tech-Stars beim Thema Diversity bislang erheblichen Nachholbedarf haben

Den BCG-Index und den mm-Report über die "Berliner Boybands" finden Sie hier.

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