Sonntag, 15. September 2019

Apartment für 54 Millionen Dollar Staubsaugermilliardär Dyson kauft Singapurs teuerstes Penthouse

Skyline von Singapur
Edgar Su/ REUTERS
Skyline von Singapur

Nach der Ankündigung der Verlegung der Firmenzentrale nach Asien kehrt der Staubsaugermilliardär James Dyson nun offenbar auch persönlich seinem Heimatland den Rücken. Wie die Nachrichtenagentur Bloomberg am Mittwoch unter Berufung auf lokale Medien berichtete, haben Dyson und seine Frau für umgerechnet 54,2 Millionen Dollar das höchste und gleichzeitig teuerste Penthouse in Singapur gekauft.

James Dyson bei der Vostsellung eines neuen Föhns des Unternehmens

Auf den Etagen 62 bis 64 der "Wallich Residence" inmitten des zentralen Geschäftsdistriktes von Singapur gelegen, verfügt Dysons neue Bleibe demnach über einen Infinity Pool, einen eigenen Weinkeller, einen Whirlpool sowie einen eigenen Garten und einen separaten Lift-Zugang von der unterirdischen Parkgarage.

Da Dyson und seine Frau dem Bericht zufolge ihren ständigen Wohnsitz in Singapur angemeldet haben, kommen sie demnach auch um die ansonsten für Ausländer fälligen Abgaben bei einem Immobilienkauf drum herum.

Die Verlegung von Dysons Firmenzentrale, die bereits vor einigen Monaten angekündigt worden war, hatte nicht nur in Großbritannien für Befremden gesorgt, war Dyson doch einer der prominentesten Befürworter des Austritts Großbritanniens aus der Europäischen Union war und hatte die Zukunft des Landes nach einem Brexit in rosigen Farben gemalt.

Nun wird er die Folgen wohl aus der Ferne beobachten.

Von einer Flucht vor dem Brexit will Dyson seinen Schritt indes nicht verstanden wissen. Ein Unternehmenssprecher Dysons, das mit beutellosen Staubsaugern, geräuscharmen Föhnen, stylischen Ventilatoren und Handtrocknern seit Jahren gute Geschäfte macht, begründete die Verlegung mit der zunehmenden Bedeutung Asiens für das Geschäft. In Asien befinde sich inzwischen eine wachsende Mehrheit der Dyson-Kunden sowie sämtliche Produktionsstandorte.

Auch das neuste Projekt des Unternehmers, ein Elektroauto, soll in Singapur gebaut werden. Unterstützung dabei soll der Nissan-Manager Roland Krüger leisten, der dort für die Oberklasse-Marke Infiniti zuständig war und ebenso in Singapur stationiert ist.

Zwar wird Dyson wohl unter anderem mit einem Technologiecampus weiterhin in Großbritannien vertreten bleiben. Von britischen Oppositionspolitikern war die Ankündigung des Umzugs der Firmenzentrale dennoch heftig kritisiert worden.

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