Montag, 1. Juni 2020

Reimann-Holding JAB will zur Kasse bitten Börsengang von Jacobs Douwe Egberts soll Milliarden einspielen

Börsengang Jacobs Douwe Egberts soll bis zu 2 Milliarden Euro einbringen

Der Börsengang der Kaffee-Holding um die Marken Jacobs und Douwe Egberts soll einem Zeitungsbericht zufolge 1,5 bis 2 Milliarden Euro einbringen. Die "Financial Times" (FT) berichtete am Montag unter Berufung auf mit den Plänen vertraute Personen, die Emission von JDE Peet an der Amsterdamer Börse solle noch in dieser Woche offiziell angekündigt werden.

Der größte Konkurrent von Nestle im Kaffee-Geschäft gehört mehrheitlich der Holding JAB der deutschen Milliardärsfamilie Reimann, die selbst bei der Emission keine Aktien verkaufen wolle. Laut dem Bericht soll JDE Peet selbst 700 Millionen Euro erlösen und damit einen Teil seiner Schulden tilgen. Daneben soll der Börsengang den JDE-Minderheitsaktionären wie Mondelez die Möglichkeit geben, Anteile zu verkaufen. Der US-Konzern hält 26 Prozent an JDE.

Laut "FT" wird der Börsengang von BNP Paribas, Goldman Sachs und JPMorgan Chase organisiert. JDE Peet habe den Umsatz im vergangenen Jahr auf 6,9 Milliarden Euro gesteigert, ein Jahr zuvor lag er noch bei 6,7 Milliarden Euro. Ger Gewinn sei von 663 Millionen Euro im Vorjahr auf 585 Millionen Euro zurückgegangen, schreibt die Zeitung weiter.


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JAB hatte ursprünglich einen Erlös von drei Milliarden Euro aus dem Börsengang angepeilt, macht angesichts der Coronakrise aber Abstriche. Die Reimann-Holding hatte den weltweit zweitgrößte Kaffee-Röster Jacobs Douwe Egberts (JDE) mit der US-Kaffeehauskette Peet's Coffee fusioniert, die bereits zum Imperium der Familie gehört. Der Löwenanteil des Umsatzes entfällt auf Kaffeebohnen sowie Kapsel-Marken wie "Tassimo" und "Senseo" und "Pickwick"-Teebeutel. Die verschwiegene Familie Reimann gilt mit einem Vermögen von 35 Milliarden Euro als die reichsten in Deutschland. Zuletzt hatte sich JAB über sein Parfümhaus Coty vom Haarpflegespezialisten Wella getrennt. Der US-Finanzinvestor KKR übernimmt für drei Milliarden Dollar 60 Prozent der Anteile an Wella,

rtr/dpa/akn

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