Mittwoch, 20. November 2019

Wachsende Investments in der Fertilitätsbranche. Das boomende Geschäft mit der Fortpflanzung

Fortplanzung 3.0: Start-ups für den Kinderwunsch
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3. Teil: Jährliche Wachstumsraten von fast 10 Prozent

Gründe dafür gibt es viele: Zum einen verschieben immer mehr Menschen ihren Kinderwunsch auf spätere Lebensphasen, und die Zahl derjenigen, die Probleme mit der Fortpflanzung haben, steigt. Verbunden mit gestiegenen Erfolgsraten bei künstlichen Befruchtungen und zunehmendem monetärem Wohlstand, eine echte Wachstumsgeschichte.

Mit dem potenziellen Babywunsch von Frauen und Männern lässt sich gutes Geld verdienen. So schätzen die Marktforscher von Data Bridge, dass der weltweite Markt für Fertilitätsdienstleitungen und Produkte sich von aktuell rund 25 Milliarden US-Dollar bis 2026 auf 41,4 Milliarden Dollar wachsen dürfte - ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 9,25 Prozent.

Kein Wunder also, dass Investoren die Chancen, die der neue Markt mit sich bringt, längst entdeckt haben. Alleine 2018 flossen laut der Finanzdatenbank Pitchbook mehr als 620 Millionen Dollar Wagniskapital in Fertilitäts-Start-ups. 2009 waren es noch weniger als 200 Millionen Dollar.

Und auch Finanzinvestoren und institutionelle Investoren haben das Thema für sich entdeckt. So entstand mit dem Zusammenschluss von Prelude und Inception Fertility im März der größte Betreiber von Fertilitätskliniken in den USA mit einem Marktanteil von rund 8 Prozent. Ein Investor dahinter: Lee Equity Partners. Bei Kindbody ist ein ganzer Reigen Wagniskapitalgeber am Start - unter anderem Promi-Investoren wie die Winklevoss-Zwillinge oder Chelsea Clinton.

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