Dienstag, 12. November 2019

Wachsende Investments in der Fertilitätsbranche. Das boomende Geschäft mit der Fortpflanzung

Fortplanzung 3.0: Start-ups für den Kinderwunsch
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2. Teil: All-inclusive-Versicherungen. Pop-up-Kliniken und Live-Events

Und auch für Männer, die fürchten, dass ihr Sperma mit dem Alter an Qualität verlieren könnte, gibt es Dienstleister - Samenbanken wie Legacy oder Dadi. Oder Apps, mit denen sich die Samenqualität zu Hause testen lässt.

Mit Klinikatmosphäre und aseptischen Wartezimmern teurer Privatkliniken hat das nicht mehr viel zu tun. Stattdessen predigen Start-ups wie Kindbody, Prelude, Modern Fertility, Dadi, Legacy oder Extend Fertility ihren zumeist jungen Kundinnen und Kunden in sozialen Medien und bei Live-Events Empowerment. "Knowledge is freedom", schreibt beispielsweise das US-Fertilitäts-Start-up Kindbody auf Instagram. Oder: "Fertility care is not failing. It's taking control."

Es ist ein florierendes Geschäft mit der Fertilität, das da wächst in den USA. Reihenweise sind in den vergangenen Monaten Start-ups entstanden, die den boomenden Markt erschließen wollen: Von Kliniknetzwerken über Spermabanken, Anbietern von Fertilitätstests bis hin zu Plattformen, die Finanzierungen vermitteln und Kunden und Ärzte zusammenbringen, reicht das Angebot.

Zwischen 30.000 und 40.000 Dollar geben Kundinnen, die ihre Eier einfrieren lassen laut der Vergleichsplattform Fertility IQ im Schnitt für das Prozedere aus, wobei sich die Preise von Stadt zu Stadt und Anbieter zu Anbieter teils deutlich unterscheiden.

Die Zahl der Kunden wächst stetig. Schon heute geht laut der US-amerikanischen US-Gesundheitsbehörde Center for Disease Control and Prevention jede 60. Geburt in den USA auf künstliche Befruchtung zurück. In Dänemark ist es rein statisch gesehen sogar jede zehnte.

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