Gewinneinbruch für HP HP zu Fusionsgesprächen mit Xerox bereit

HP will das Aktienrückkaufprogramm auf 15 Milliarden Dollar verdreifachen.

HP will das Aktienrückkaufprogramm auf 15 Milliarden Dollar verdreifachen.

Foto: AFP

Der US-Computerhersteller HP  wappnet sich gegen die 35 Milliarden-Dollar-Übernahme durch den kleineren Druckerspezialisten Xerox , signalisiert aber erstmals auch Gesprächsbereitschaft. HP nannte das Übernahmeangebot "fehlerhaft und verantwortungslos", da es das Unternehmen belaste. Gleichwohl wolle das Management mit Xerox ausloten, ob eine Kombination der Firmen möglich ist, teilte der Konzern mit.

"Wir glauben an die Konsolidierung der Branche", betonte Finanzvorstand Steve Fieler. Um die Anleger aber im Abwehrkampf auf seine Seite zu ziehen, will HP das im letzten Oktober angekündigte Aktienrückkaufprogramm auf 15 Milliarden Dollar verdreifachen. Eine Verknappung der Aktien macht sie zugleich teurer.

Xerox hatte vor zwei Wochen seine Übernahmeofferte aufgebessert. Der Drucker-Hersteller und bietet jetzt je HP-Aktie 24 Dollar und damit zwei Dollar mehr als zuvor. Damit wird HP mit rund 35 Milliarden Dollar bewertet.

Xerox hatte bereits im November ein erstes Angebot für den mehr als dreimal so großen PC-Hersteller vorgelegt, war damit beim Management aber nicht auf Gegenliebe gestoßen. Die HP-Führung lehnte den Vorstoß ab und erklärte, damit werde das Unternehmen signifikant unterbewertet. Derzeit notieren die HP-Titel bei gut 22 Dollar.


Lesen Sie auch:
Xerox bereitet feindliche Übernahme von HP vor
Einstiger Computer-Riese HP streicht 9000 weitere Jobs



Im ersten Quartal (Ende Januar) verbuchte HP mit 14,6 Milliarden Dollar einen leichten Umsatzrückgang . Der Gewinn nach Bilanzierungsstandard GAAP ging im Jahresvergleich um knapp 16 Prozent auf 678 Millionen Dollar (625 Millionen Euro) zurück, teilte der Konzern am Montag nach US-Börsenschluss im kalifornischen Palo Alto mit. Das Ergebnis je Aktie schrumpfte von 0,8 auf 0,7 Dollar im Vorjahresvergleichszeitraum. Das bereinigte Ergebnis je Aktie hätte hingegen die Erwartungen übertroffen, berichtet der Konzern. Es stieg von 0,52 Dollar auf 0,65 Dollar . 2020 peilt der Vorstand einen bereinigten Gewinn je Aktie zwischen 2,33 bis 2,43 Dollar an, bis 2022 sollen 3,25 bis 3,65 Dollar erzielt werden.

rtr/dpa/akn