Sonntag, 15. Dezember 2019

USA Hochtief will doch keine Mauer zu Mexiko bauen

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes

Das Unternehmen Hochtief will plötzlich nie in Erwägung gezogen haben, zwischen den USA und Mexiko eine Mauer zu bauen. Am Dienstag klang das noch anders.

"Niemand hat die Absicht eine Mauer zu errichten" - Walter Ulbrichts berühmter Ausspruch vom 15. Juni 1961 könnte wieder zu unerwarteter Popularität gelangen. Denn so wie seinerzeit der DDR-Staatsratschef Pläne zum Mauerbau dementierte, weist nun auch der Baukonzern Hochtief zurück, jemals auch nur erwogen zu haben, sich für den Bau der Mauer an der Grenze zu Mexiko zu bewerben.

Hochtief und seine amerikanischen Tochterunternehmen verfolgten keine solchen Pläne, erklärte der Konzern am Donnerstagabend. Alles nur ein Irrtum?

Hochtief-Chef Marcelino Fernandez Verdes hatte am Dienstag bei der Bilanzvorlage in Düsseldorf eine Beteiligung an dem von US-Präsident Donald Trump angekündigten Bau einer Mauer an der Grenze zu Mexiko nicht ausgeschlossen.

Hochtief sprach nun von "Spekulationen" in Medien, der Konzern könne sich um den Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko bewerben. Hochtief habe sich auf der Bilanzpressekonferenz nicht über den Bau einer Mauer zwischen den USA und Mexiko geäußert.

"Wir haben ausgeführt, dass sich zwei amerikanische Tochterunternehmen von Hochtief in diesem Markt bewegen. Diese Unternehmen entscheiden von Fall zu Fall, ob sie sich um einen Auftrag bewerben oder nicht." Die Töchter Turner und Flatiron arbeiteten in anderen Marktsegmenten.

rei mit dpa-afx

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