Hoher Wettbewerbsdruck Hapag-Lloyd muss größere Schiffe kaufen

Gerade erst hat der harte Wettbewerb der Containerreedereien Hapag-Lloyd zur Fusion mit CSAV gezwungen. Nun denkt Vorstandschef Habben Jansen laut über die nächsten Schritte: "Wir sind eine Industrie, in der es auf die Größe ankommt."
Hapag-Lloyd-Containerschiff "Osaka Express"

Hapag-Lloyd-Containerschiff "Osaka Express"

Foto: Hapag-Lloyd

Santiago de Chile - Hapag-Lloyd erwägt nach eigenen Angaben den Kauf von Mega-Containerschiffen, um im Wettbewerb mit der Konkurrenz bestehen zu können. "Wir sind eine Industrie, in der es auf die Größe ankommt", sagte Vorstandschef Rolf Habben Jansen am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters in Santiago de Chile. Es werde der Zeitpunkt kommen, an dem Hapag-Lloyd die Aufnahme der größten verfügbaren Transportschiffe der Erde in seine Flotte erwägen werde.

"Es ist nicht unwahrscheinlich, dass wir zum gegebenen Zeitpunkt entsprechend investieren werden", sagte Habben Jansen. Die sogenannten Megacontainerschiffe haben eine Größe von etwa vier Fußballfeldern und sind nach Kapazität die größten Transporter der Erde.

Das Hamburger Traditionsunternehmen hatte den Zusammenschluss mit der Compania Sud Americana de Vapores (CSAV ) zur viertgrößten Containerreederei der Welt hinter Maersk aus Dänemark, der in der Schweiz ansässigen Mediterranean Shipping (MSC) und CMA CGM aus Frankreich am Dienstag perfekt gemacht. Zuvor hatten alle wichtigen Kartellbehörden weltweit die Pläne gebilligt. Damit entstand eine Großreederei mit über 200 Schiffen, einem Umsatz von neun Milliarden Euro und weltweit gut 10.000 Beschäftigten.

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Riesen der Meere: Die größten Containerschiffe der Welt

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luk/reuters
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