US-Öldienstleister Halliburton will Rivalen für 35 Milliarden Dollar kaufen

Der Ölindustrie-Dienstleister Halliburton will für 35 Milliarden Dollar den kleineren Rivalen Baker Hughes schlucken. Das eben die Konzerne heute bekannt. Bei der Fusion der Nummer zwei und drei der Branche dürften die Kartellbehörden aber noch ein Wort mitreden.
Halliburton-Zentrale in Houston (USA): Nummer zwei schluckt Nummer drei der Ölindustrie-Diensterleisterbranche

Halliburton-Zentrale in Houston (USA): Nummer zwei schluckt Nummer drei der Ölindustrie-Diensterleisterbranche

Foto: ? Reuters Photographer / Reuters/ REUTERS

Houston - Die auf Dienstleistungen in der Ölförderung spezialisierten Unternehmen gaben am Montag nach tagelangem Verhandlungs-Hickhack eine entsprechende Einigung bekannt. Bereits in der vergangenen Woche hatten das "Wall Street Journal" und die Nachrichtenagentur Bloomberg über die laufenden Verhandlungen berichtet.

Zusammen bringen es die Firmen auf mehr als 136.000 Angestellte in mehr als 80 Ländern. Der gemeinsame Umsatz hätte im vergangenen Jahr bei knapp 60 Milliarden Dollar gelegen.

Der Börsenwert den neuen Giganten würde sich auf rund 67 Milliarden Dollar belaufen. Marktführer Schlumberger wäre allerdings mit 125 Milliarden Dollar noch immer fast doppelt so viel wert.

Durch die Fusion sollen sich Sparpotenziale von fast zwei Milliarden Dollar pro Jahr ergeben. Die kräftig gesunkenen Ölpreise bringen viele Unternehmen der US-Förderbranche unter Druck, da sich Produktion und Investitionen für sie dadurch nicht mehr gut rechnen.

Ob die Kartellbehörden die angestrebte Übernahme gutheißen oder sie nur unter Auflagen genehmigen werden, ist noch unklar. Branchenexperten halten es für möglich, dass die Firmen Geschäftsteile verkaufen müssen, um von den Kartellbehörden grünes Licht für einen Zusammenschluss zu erhalten.

"Sie wären so dominant, dass man durchaus Widerstand erwarten kann", sagte Drexel-Hamilton-Analyst Benjamin Schuman der Associated Press in der vergangenen Woche. Denn es würde ein Unternehmen mit einem Marktanteil von 40 Prozent Marktanteil entstehen, wenn keine Unternehmensteile abgestoßen oder geschlossen würden.

rei/dpa
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