Flugverkehr Streiks vergällen Lust auf Inlandsflüge

Alarm bei deutschen Airlines: Im ersten Halbjahr ging die Zahl der Inlandsflüge in Deutschland um 6 Prozent zurück. Schuld am stärksten Rückgang seit dem Krisenjahr 2009 waren unter anderem zahlreiche Flughafen-Streiks. Anders sieht es bei Übersee-Flügen aus. 
Verdi-Streik im April am Frankfurter Flughafen: Im ersten Halbjahr ging die Zahl der innerdeutschen Flugpassagiere um sechs Prozent zurück

Verdi-Streik im April am Frankfurter Flughafen: Im ersten Halbjahr ging die Zahl der innerdeutschen Flugpassagiere um sechs Prozent zurück

Foto: Friso Gentsch/ dpa

Wiesbaden - In der ersten Hälfte dieses Jahres haben deutlich weniger Menschen auf innerdeutschen Strecken das Flugzeug benutzt. Die Passagierzahl ging unter anderem wegen Flughafen-Streiks im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,0 Prozent auf 11,04 Millionen zurück, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete.

Einen so starken Rückgang hat es seit dem Krisenjahr 2009 nicht mehr gegeben. Insgesamt sank die Zahl der von deutschen Flughäfen abreisenden Passagiere um 0,5 Prozent auf 47,4 Millionen. Besonders gefragt waren Flüge nach Übersee, die um 2,4 Prozent zulegten. Unter den europäischen Zielen (plus 1,1 Prozent) konnten vor allem Portugal (plus 8,8) und Griechenland (plus 7,0) gewinnen.

Für das Gesamtjahr rechnet der Flughafenverband ADV noch mit einem kleinen Zuwachs von 0,4 Prozent auf erneut mehr als 200 Millionen Passagiere. Im ersten Halbjahr hatten aus Verbandssicht mehrere Streiks sowie schwierige Witterungsbedingungen und einzelne Streckenstreichungen den Flugverkehr gedämpft.

Nur noch 6 von 22 deutschen Verkehrsflughäfen rechnen für dieses Jahr mit einem Gewinn, hatte der ADV vor einigen Tagen berichtet. Die Luftverkehrswirtschaft verlangt daher die Abschaffung der Luftverkehrssteuer, die auf jedes Ticket von deutschen Flughäfen fällig ist.

wed/dpa-afx
Mehr lesen über Verwandte Artikel
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.