Emma Walmsley führt künftig GlaxoSmithKline Big Pharma hat ihre erste Chefin

Emma Walmsley wird künftig den Pharmakonzern GlaxoSmithKline mit 100.000 Beschäftigten führen

Emma Walmsley wird künftig den Pharmakonzern GlaxoSmithKline mit 100.000 Beschäftigten führen

Foto: HANDOUT / REUTERS

Eine Frau wird künftig den britischen Pharmariesen GlaxoSmithKline (GSK) führen. Emma Walmsley (47) wird am 31. März 2017 den bisherigen Vorstandschef Andrew Witty ablösen, teilte GSK mit. Walmsley ist damit die erste Frau an der Spitze eines großen Pharmakonzerns und zählt damit zu den mächtigsten Managerinnen Europas.

Die ehemalige Managerin des französischen Kosmetikkonzerns L'Oréal ist seit 2010 bei GSK. Sie soll vor allem dafür sorgen, dass der Pharmakonzern im Wettbewerb mit den Herstellern von Nachahmer-Präparaten neue Medikamente auf den Markt bringt.

Walmsley ist bei GSK bislang zuständig für Medizinprodukte, rezeptfreie Medikamente und Kosmetik. Sie erklärte am Dienstag, Forschung und Entwicklung seien das "Herz" des Unternehmens. "Unser Erfolg hängt von der Kraft unseres Angebots an neuen Behandlungen ab." Gleichzeitig seien die Ausgaben von Staaten und Privathaushalten begrenzt - deshalb sei eine "gute Preispolitik" wichtig.

Die vierfache Mutter ist die siebte Vorstandschefin in den hundert größten börsennotierten Unternehmen Großbritanniens. GSK hat rund 100.000 Beschäftigte weltweit. Der Umsatz im vergangenen Jahr betrug umgerechnet rund 28 Milliarden Euro.

An der Börse von London wurde die Ernennung Walmsleys verhalten aufgenommen. Der Kurs der Aktie stieg um 0,27 Prozent. "Die Anleger hätten jemanden von außen besser gefunden, damit GSK gründlich umgebaut wird", erläuterte der Analyst Jasper Lawler von CMC Markets.

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