Samstag, 18. Januar 2020

Arabische Fluggesellschaft Nach 34 Jahren bei Emirates: Airline-Chef Tim Clark geht in den Ruhestand

Tim Clark an Bord einer Boeing 777

Nach 34 Jahren bei Emirates wird sich der Chef der arabischen Fluggesellschaft, Tim Clark, im Juni 2020 von dem Spitzenposten zurückziehen. Das kündigte der Verwaltungsratschef von Emirates, Scheich Ahmed bin Saeed al-Maktoum, am Dienstag in einer internen Mitteilung an die Mitarbeiter an. Das Memo liegt der Nachrichtenagentur Reuters vor. Clark, seit 2003 Vorstandschef, werde künftig als Berater für Emirates tätig sein, hieß es weiter. Eine Sprecherin bestätigte Reuters den Wechsel.

Wer dem 70-jährigen Briten nachfolgt, ist noch offen: Laut der arabischen Zeitung "Khaleej Times", die den Wechsel zuerst berichtet hatte, werden den beiden Vorständen Adel Al Redha (Chief Operating Officer) und Adnan Kazim (Chief Commercial Officer) Chancen eingeräumt.

Clark kommt in der Luftfahrt eine bedeutende Rolle zu. Er stieß 1985 zu Emirates und war federführend daran beteiligt, die damals neu gegründete Airline aufzubauen und Dubai zu einem international bedeutsamen Drehkreuz zu entwickeln. Die Emirate haben die Luftfahrt und den Tourismus als strategisch wichtige Industrien ausgemacht, um ihre Abhängigkeit vom Ölgeschäft zu reduzieren.

Emirates hat zuletzt knapp 60 Millionen Passagiere im Jahr befördert

Emirates arbeitet seit 31 Jahren profitabel und hat ein rasantes Wachstum hingelegt: Die Fluglinie hat heute 270 Flugzeuge in Betrieb und steuert weltweit 159 Ziele an. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sie knapp 60 Millionen Passagiere befördert; der Flughafen von Dubai ist - gemessen an der Zahl der Passagiere - noch größer als London-Heathrow.

Allerdings hatte Emirates wie viele andere Fluggesellschaften zuletzt mit einer schwächelnden Konjunktur und den Folgen der zunehmenden internationalen Handelskonflikte zu kämpfen.

rtr/jl

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