Montag, 22. April 2019

Trotz Einbruch im Dezember Elektroindustrie macht 195 Milliarden Umsatz

Gebündelte Leitungen: Die Elektroindustrie in Deutschland will im laufenden Jahr ihren Umsatz auf 200 Milliarden Euro steigern
Deutsche Messe / Rainer Jensen
Gebündelte Leitungen: Die Elektroindustrie in Deutschland will im laufenden Jahr ihren Umsatz auf 200 Milliarden Euro steigern

Sie ist vom Export abhängig und Schlüsselbranche der Wirtschaft: Trotz eines schwachen Dezember hat die Elektroindustrie hierzulande den Umsatz auf 195 Milliarden Euro ausbauen können. Der Blick auf das laufende Jahr ist wieder etwas optimistischer.

Die deutsche Elektroindustrie hat 2018 trotz eines Einbruchs im Dezember Rekordumsätze erzielt. Der Gesamterlös stieg auf 195 Milliarden Euro, 1,9 Prozent mehr als im Vorjahr, wie der Branchenverband ZVEI am Freitag mitteilte.

Allerdings hatte der Verband im Januar noch mit etwas mehr Umsatz gerechnet, damals ging er von 197 Milliarden aus. Die Auftragseingänge gingen 2018 zudem leicht zurück gemessen am Vorjahr, die Produktion wuchs preisbereinigt um 1,9 Prozent.

Der deutschen Schlüsselindustrie machte ein schwaches Jahresende einen Strich durch die Rechnung. Der Umsatz der exportorientierten Branche fiel im Dezember um 11,5 Prozent gemessen am Vorjahresmonat, da sich vor allem Kunden aus Deutschland und der übrigen Eurozone zurückhielten. Die Auftragseingänge schrumpften ferner um 12,2 Prozent binnen Jahresfrist. "Anders als 2017 gingen in diesem Monat keine Großaufträge ein", sagte ZVEI-Chefvolkswirt Andreas Gontermann.

Im laufenden Jahr rechnet die Elektroindustrie mit einem neuerlichen Umsatzanstieg auf mehr als 200 Milliarden Euro. Die Produktion soll bereinigt um Preiseffekte leicht um 1 Prozent wachsen.

Das Geschäftsklima in der Branche habe sich zum Jahresstart kaum verändert, erklärte Gontermann. "Zwar fiel die Beurteilung der aktuellen Lage jetzt deutlich ungünstiger aus als noch im Dezember, dafür erholten sich aber die Erwartungen spürbar." Die Elektrounternehmen hätten ihre Produktionspläne nach dem schwachen Jahresende wieder nach oben korrigiert und seien hoch ausgelastet.

rei/dpa

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