Samstag, 19. Oktober 2019

Ehemals reichster Mann Brasiliens Ex-Milliardär Eike Batista erneut verhaftet

Eike Batista (zweiter von rechts) bei seiner Verhaftung 2017

Neuer Ärger für den einst reichsten Mann Brasiliens: Eike Batista ist am Donnerstag erneut verhaftet worden. Polizei und Staatsanwaltschaft werfen ihm Geldwäsche und Insiderhandel vor.

Der einstige Minen-Tycoon war bereits im Juli vergangenen Jahreszu 30 Jahren Haft verurteilt worden, weil er Millionen an Schmiergeldern an den mittlerweile ebenfalls inhaftierten ehemaligen Gouverneur von Rio de Janeiro gezahlt hatte, um Staatsaufträge zu bekommen. Bislang hatte er die Strafe unter Hausarrest verbüßt, weil seine Anwälte das Urteil anfechten.

Im neuen Verfahren geht es um Transaktionen mit einem Volumen von bis zu 200 Millionen US-Dollar. Batista und andere sollen laut Staatsanwaltschaft ein Investmentunternehmen in Panama genutzt haben, um verdeckt mit Aktien und Schulden von Unternehmen zu handeln. Die Erträge seien über ein Konto auf den Bahamas zurück an Batista geflossen.

Der einstige Milliardär gilt als Sinnbild für den Aufstieg und Fall von Brasiliens Wirtschaft in den vergangenen Jahren. Mit seinem Energie-, Rohstoff- und Logistik-Imperium hatte er lange den Boom des Landes geritten; als Brasilien dann in die schlimmste Rezession seiner Geschichte schlitterte, brach auch Batistas Konzern in sich zusammen, Behörden knöpften sich seine zum Teil illegalen Geschäftspraktiken vor.

luk mit Reuters

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