Montag, 24. Februar 2020

Medien DuMont verkauft 'Hamburger Morgenpost' an Manager

DuMont Mediengruppe verkauft die "Hamburger Morgenpost" an Digitalmanager

Die DuMont-Mediengruppe trennt sich von der "Hamburger Morgenpost" (Mopo). Der Wirtschaftsingenieur und Digitalmanager Arist von Harpe wolle das Traditionsmedium neu aufstellen und ihm eine langfristige Perspektive geben, teilte DuMont am Donnerstag mit. Er übernehme sowohl das Printgeschäft als auch den Digitalbereich der Zeitung.

Arist von Harpe kauft die "Hamburger Morgenpost"

In der Mitteilung wurde von Harpe mit den Worten zitiert: "Ich glaube fest an das Potenzial der Marke und möchte den Fokus auf echten Lokaljournalismus weiter schärfen und damit die Hamburger noch mehr begeistern."

Der Neu-Verleger trieb bisher das Marketinggeschäft des Hamburger Unternehmens New Work SE, vormals Xing, voran. Ähnliches verantwortete der gebürtige Düsseldorfer auch schon beim Social Media Marketing-Unternehmen Facelift, das inzwischen mehrheitlich zu DuMont gehört. Zuvor war er für Boston Consulting tätig.Mit dem Verkauf des Hamburger Blattes schließt DuMont zugleich die Portfolio-Überprüfung Regionalmedien ab. Insgesamt verkaufte das Medienhaus seit vergangenem Herbst vier regionale Tageszeitungen.

Neben der "Hamburger Morgenpost" sind das die "Berliner Zeitung", der "Berliner Kurier" und die "Mitteldeutsche Zeitung". Die Berliner Blätter gingen an das Unternehmer-Ehepaar Silke und Holger Friedrich. Mitte Januar wurde bekannt, dass die Hamburger Bauer Media Group die "Mitteldeutsche Zeitung" in Sachsen-Anhalt kauft. In der Hand von DuMont bleiben die beiden Regionalblätter "Kölner Stadt-Anzeiger" und "Express" (Köln).

Zu dem Deal zwischen DuMont und dem Digitalmanager von Harpe, der seit 1999 in Hamburg lebt, gehören den Angaben zufolge neben der "Hamburger Morgenpost" das Portal "mopo.de", der Medienvermarkter Hamburg First Medien & Marketing GmbH, die Corporate Publishing Agentur DuMont Media inklusive der Mixed-Reality-Erlebniswelt Discovery Dock im Hamburger Hafen sowie die Beteiligung an Radio Hamburg. Der Kaufpreis wurde nicht mitgeteilt.


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DuMont-Aufsichtsratsvorsitzende Isabella Neven DuMont sagte: "Wir haben immer betont, dass wir auch für Hamburg die bestmögliche Zukunftsoption erarbeiten werden, und uns war wichtig, den Hamburger Morgenpost Medien mit all ihren Angeboten eine Perspektive zu geben. Hierfür hat Arist von Harpe aus unserer Sicht das erfolgversprechendste Konzept präsentiert."

dpa-afx/akn

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