Freitag, 21. Juni 2019

Frisches Geld für Zukäufe Dax-Konzern Heidelcement bereitet Börsengang von US-Tochter vor

Will reinen Tisch machen: Bernd Scheifele, Vorstandschef des Baustoffunternehmens HeidelbergCement.

Heidelbergcement will sich noch stärker auf sein Zementgeschäft konzentrieren. Um Geld für Zukäufe zu haben, schiebt Vorstandschef Bernd Scheifele den Börsengang der Tochter Hanson an.

HeidelbergCement Börsen-Chart zeigen treibt die Trennung von seinem Bauproduktegeschäft voran und bereitet einen Börsengang in den USA vor. Das Geschäft mit Baustoffen in Nordamerika und Großbritannien sei für eine Notierung an der Wall Street bei der US-Aufsicht SEC registriert worden, teilte der im Dax notierte Zementhersteller am Montag mit. Hanson stellt beispielsweise Röhren, Dachziegel und Ziegelsteine her.

Die Anzahl der auszugebenden Aktien wie auch eine Preisspanne seien noch nicht festgelegt worden. Gleichzeitig werde die Option eines direkten Verkaufs weiter verfolgt, ergänzte ein Sprecher. Analysten halten einen Verkaufserlös für die Sparte von ein bis 1,5 Milliarden Euro für möglich.

Konzernchef Bernd Scheifele hatte bereits im vergangenen Jahr angekündigt, beim Abstoßen des Bauproduktegeschäfts zweigleisig vorgehen zu wollen - also gleichzeitig direkte Verkaufsverhandlungen zu führen und als Alternative einen Börsengang vorzubereiten. Scheifele hofft, so einen möglichst hohen Preis erzielen zu können.

In diesem Monat soll die aktive Verkaufsphase beginnen. Zur Jahreswende könnte die Transaktion abgeschlossen sein. Dann hätte der weltweit drittgrößte Baustoffkonzern nach Lafarge Börsen-Chart zeigen und Holcim Börsen-Chart zeigen mehr finanzielle Mittel, um den beiden großen Konkurrenten Geschäft abkaufen zu können. Diese wollen sich zusammenschließen und müssen daher einen Teil ihrer Aktivitäten abgeben, um grünes Licht von den Kartellbehörden zu erhalten.

Reuters/soc

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