Ölbranche unter Druck ConocoPhillips plant Milliardendeal in den USA

Die Corona-Krise und der niedrige Ölpreis sorgen in der Ölbranche für Konsolidierungsdruck. US-Riese ConocoPhillips wagt sich mit einem Milliardendeal aus der Deckung.
Logo von ConocoPhillips

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Foto: Brendan McDermid / REUTERS

Der US-Ölkonzern ConocoPhillips will die Ölschiefer-Firma Concho Resources übernehmen. Dies wäre die größte Übernahme in der Ölschiefer-Branche in diesem Jahr. Den Aktionären von Concho werden für eine Aktie 1,46 ConocoPhillips-Aktien angeboten, wie ConocoPhillips am Montag mitteilte. Concho kommt so auf eine Unternehmensbewertung von 9,7 Milliarden US-Dollar. Das Concho-Management unterstützt den Deal. Der Aufschlag für die Concho-Anteilseigner liegt bei 15 Prozent, ausgehend vom Kurs des 13. Oktobers, bevor Bloomberg über Gespräche zwischen den beiden Konzernen berichtet hatte.

Beide Firmen erwarten ab 2022 jährliche Einsparungen von 500 Millionen Dollar. Die geplante Übernahme muss noch von den Aktionären der Firmen und den Behörden genehmigt werden. Es wird mit einem Abschluss im ersten Quartal 2021 gerechnet.

Der US-Ölkonzern ConocoPhillips  hat im zweiten Jahresviertel wie viele andere Ölfirmen auch den drastischen Ölpreisverfall im Zuge der Corona-Pandemie zu spüren bekommen. Ölkonzerne weltweit stehen wegen einer schwachen Nachfrage nach Öl und Gas unter Druck, da die Reisebranche und andere Geschäfte unter den Corona-Einschränkungen leiden. Experten sehen in diesem Umfeld eine hohe Notwendigkeit in der Branche, die Konsolidierung voranzutreiben.

cr/dpa-afx
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