Sonntag, 18. August 2019

Coca-Cola denkt über Hanf-Brause nach Wie Cannabis massenmarkttauglich wurde

Hanf-Pflanze: Cannabis gerät in den Blick der Nahrungsmittel-Hersteller

2. Teil: Was Cannabis für Coca-Cola attraktiv macht

Zudem gilt CBD als nicht suchtfördernd und berauschend - und ist in vielen internationalen Verträgen und Drogengesetzen nicht aufgeführt, was die Verarbeitung für Coca-Cola erleichtern dürfte. Auch im deutschen Betäubungsmittelgesetz ist der Stoff CBD nicht als verbotener Stoff aufgeführt. Zudem kommt CBD in vielen Nutzhanfsorten recht hochprozentig vor, was den Stoff für seine industrielle Verwendung zudem günstig macht.

Analysten werteten Überlegungen zur Einführung eines CBD-Drinks als durchaus sinnvoll - gegenüber den Kunden allerdings als erklärungsbedürftig, da Coke deutlich machen müsste, dass Cannabis nicht mit berauschendem THC gleichzusetzen ist.

Analysten sehen "aufregende Entwicklung"

Wells-Fargo-Analyst Bonnie Herzog sprach von einer "aufregenden möglichen Entwicklung", die Coke nach dem Kauf 5,1 Milliarden-Dollar-Kauf von Costa-Coffee in ein weiteres Wachstumsstarkes Segment führen würde - das der "Functional-Wellness-Getränke. Beispielsweise gibt es Mutmaßungen, dass Coke das CBD-Getränk als Sport-Erholungsgetränk vermarkten könnte.

Bei anderen Trends wie mit Vitaminen angereichertem Wasser oder Energydrinks war Coke relativ spät auf den Zug aufgesprungen - und hatte später Milliarden für Zukäufe ausgeben müssen.

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