Dienstag, 10. Dezember 2019

Corona-Brauer investiert 4 Milliarden in Cannabis-Unternehmen Warum US-Brauereiriesen auf Dope zum Trinken wetten

Haftpflanzen: Bierkonzerne wetten Milliarden auf den neuen Rausch-Trend

Der Erfolg der kleinen Craft-Brauereien hat bei den Großen der Branche tiefe Spuren hinterlassen. Vollkommen hilflos mussten selbst Riesen wie AB Inbev oder Molson Coors mit ansehen, wie ihnen kleine, unabhängige Brauereien mit ihren Spezialbieren nach und nach immer mehr Marktanteile abknüpften - in einem ohnehin nicht wirklich von massivem Wachstum geprägten Markt.

Mittlerweile haben die Großen zwar aufgeholt - und reihenweise die kleinen Konkurrenten aufgekauft. Einen Industrietrend wie den Craft-Boom, haben sich die CEOs wohl geschworen, werden sie nicht noch einmal verschlafen.

Und genau den sehen die großen US-Brauereien aktuell offenbar im Cannabis-Boom. Während in den USA im abgelaufenen Jahr der Bierabsatz so gut wie kein Wachstum verzeichnen konnte, macht sich in den USA aktuell ein regelrechter Cannabis-Hype breit. Ein Hype, auf den reihenweise auch schon Großinvestoren aufgesprungen sind.

Eine ganze Reihe von US-Bundesstaaten hat den Konsum von Cannabis bereits legalisiert - die meisten zu medizinischen Zwecken. In sieben Staaten ist der Verkauf allerdings auch der so genannte "recreational use", zur persönlichen Entspanung erlaubt - auch wenn die Droge auf Bundesebene noch immer als illegal eingestuft wird. In Kanada soll Cannabis indes am 17. Oktober legalisiert werden.

Entsprechend haben sich die großen Brauereien in Position gebracht, bei dem neuen Cannabis-Boom ganz vorne mitzuspielen. An erster Stelle: Constellation Brands, der Hersteller von Corona und Modelo. Der US-Brauer, der neben Bier auch Spirituosen im Portfolio hat und zudem der größte Weinkonzern der Welt ist, investiert 5 Milliarden kanadische Dollar (umgerechnet rund 3,8 Millionen US-Dollar) in den kanadischen Cannabis-Züchter Canopy Growth Corp,wie das Unternehmen am Mittwoch bekannt gab.

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