Montag, 24. Juni 2019

Weiterer Imageschaden für Boeing Singapore Airlines lässt Dreamliner am Boden

Boeing 787: Die Triebwerke des britischen Herstellers Rolls-Royce sind vorzeitig abgenutzt
Mic Smith / AP
Boeing 787: Die Triebwerke des britischen Herstellers Rolls-Royce sind vorzeitig abgenutzt

Der US-Flugzeugbauer Boeing Börsen-Chart zeigen schafft es derzeit nicht aus den Negativ-Schlagzeilen heraus. Nach den Abstürzen von zwei baugleichen Boeing 737 Max 8 in Indonesien und Äthiopien und den damit verbundenen Flugverboten steht nun wieder der Langstreckenjet 787 unter Druck.

Bei dem sogenannten Dreamliner sorgen die Triebwerke des britischen Herstellers Rolls-Royce seit Monaten für Probleme. Die Fluggesellschaft Singapore Airlines lässt aus diesem Grund zwei Maschinen dieses Typs wegen vorzeitiger Abnutzung der Triebwerksschaufeln vorerst am Boden, wie sie am Dienstag mitteilte. Das Unternehmen hatte in Absprache mit Rolls-Royce die Maschinen der Reihe vorsichtshalber genauer untersucht. Die beiden jetzt außer Betrieb genommenen Jets in der Langversion 787-10 sollen nun komplett neue Antriebe erhalten.

Rolls-Royce-Aktie reagiert mit Kursverlusten

Die Rolls-Royce-Aktie Börsen-Chart zeigen reagierte mit einem Kursabschlag auf die Neuigkeiten. An der Londoner Börse ging es für das Papier am Morgen zunächst um 2,7 Prozent abwärts. Wenig später lag der Kurs noch mit 1,6 Prozent im Minus.

Den Angaben zufolge hat Singapore Airlines die Überprüfung all ihrer Jets vom Typ 787-10 inzwischen abgeschlossen. Bis Mittwoch sollen die Untersuchungen auch bei der kürzeren Version 787-9 beendet sein.

Der Ärger mit den vorzeitig alternden Triebwerksschaufeln bei mehr als 100 Exemplaren des Antriebs Trent 1000 hatte Rolls-Royce 2018 zusammen mit anderen Belastungen tief in die roten Zahlen gerissen.


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Boeing steht derzeit weltweit massiv unter Druck. Nach Abstürzen von zwei Boeing 737 Max 8 binnen fünf Monaten mit 346 Toten dürfen sämtliche Flugzeuge dieses Typs weltweit nicht mehr abheben.

mg/dpa-afx

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