Triebwerk abgeschaltet Erneuter Vorfall mit Boeing 737 Max

Die Boeing 737 Max war nach zwei Abstürzen gerade erst wieder für den Flugverkehr zugelassen worden. Jetzt mussten Piloten offenbar wegen technischer Probleme ein Triebwerk abschalten.
Boeing 737 Max: Immer noch anfällig?

Boeing 737 Max: Immer noch anfällig?

Foto: JOE RAEDLE/ AFP

Nur wenige Monate nach der Wiederzulassung von Boeings Krisenjet 737 Max hat es erneut einen Vorfall mit dem Flugzeugmodell gegeben. Bei einem Flug von Miami nach Newark schalteten die Piloten am Freitag ein Triebwerk wegen möglicher mechanischer Probleme ab, wie die Fluggesellschaft American Airlines mitteilte. Die Maschine sei letztlich jedoch sicher gelandet. Alle Passagiere hätten den Flieger ganz normal verlassen können, auch die Crew sei wohlbehalten.

Boeing erklärte lediglich, dass dem Unternehmen der Vorfall bekannt sei und verwies für weitere Informationen an die Airline. Die US-Luftfahrtaufsicht FAA kündigte eine Untersuchung an.

Die 737 Max war nach zwei Abstürzen mit 346 Toten rund 20 Monate mit Flugverboten belegt und wurde erst im November wieder in den USA zugelassen. Als Grund für die Unglücke galt eine defekte Steuerungssoftware. Hinweise auf einen Zusammenhang zu dem Vorfall vom Freitag gibt es nicht.

Erst Ende Februar hatte ein Triebwerksbrand bei einer Boeing 777 für Angst und Schrecken sowohl der Passagiere als auch in einem Vorort von Denver im Bundesstaat Colorado gesorgt. Die Maschine, ausgestattet mit einem Triebwerk von Pratt & Whitney, verlor große Flugzeugteile, die auf ein Wohngebiet fielen. Die Boeing 777 von United Airlines (UA) landete mit 241 Menschen an Bord dennoch sicher am Internationalen Flughafen in Denver. Es gab keine Berichte über Verletzte - weder an Bord noch am Boden.

Die US-Luftfahrtbehörde FAA und die unabhängige Verkehrsbehörde NTSB untersuchen den Vorfall. Boeing empfahl, die 69 in Betrieb befindlichen und 59 eingelagerten 777-Maschinen mit Pratt & Whitney 4000-112-Triebwerken bis auf weiteres auszusetzen.

rei/dpa-afx
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