Mittwoch, 26. Juni 2019

Folge der Energiewende Bilfinger will mehrere Hundert Arbeitsplätze in Deutschland abbauen

Bilfinger-Chef Roland Koch: Der Auftragsflaute im Energiebereich will der Konzernchef mit verstärkter Internationalisierung begegnen

Die deutsche Energiewende kostet kurzfristig Hunderte Jobs beim Industrieservice-Konzern Bilfinger. Dies betrifft den Rohrleitungsbau, doch auch in anderen Konzernteilen will Vorstandschef Roland Koch die Kapazitäten anpassen.

Hamburg - Wegen des jüngst gemeldeten Auftragseinbruchs seiner Energiesparte will das Mannheimer Unternehmen im Rohrleitungsbau "etwa 200 bis 300 Arbeitsplätze" abbauen. Dies sagte Vorstandschef Roland Koch in einem Interview mit dem manager magazin, das am Freitag, 18. Juli, erscheint.

Auch in anderen Konzernteilen werde es Kapazitätsanpassungen geben, erklärte Koch. Die Maßnahmen würden allerdings nicht den Umfang des bereits laufenden Sparprogramms erreichen, bei dem 1250 Stellen gestrichen werden.

Bei der Umsetzung der Pläne seien auch betriebsbedingte Kündigungen möglich. "Aber das Gros der Arbeitsplätze werden wir sozialverträglich abbauen", sagte Koch weiter.

Mittelfristig will der Bilfinger-Chef der Auftragsflaute im Energiebereich in Deutschland und mehreren europäischen Ländern mit verstärkter Internationalisierung begegnen. Koch kündigte an, dass der Industrieservice-Anbieter seinen Kunden verstärkt in die USA, Asien und andere Regionen folgen werde: "Südafrika, aber auch der Mittlere Osten sind hier Stichworte". Mitte November will er weitere Details und neue Wachstumsziele nennen.

Ende Juni hatte Bilfinger eine Gewinnwarnung herausgegeben und damit einen heftigen Rutsch der Bilfinger-Aktie ausgelöst.

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