Bergbauriese Rohstoffpreise bescheren BHP Rekordgewinn

Hohe Rohstoffpreise haben dem australischen Bergbauriesen BHP einen satten Gewinnsprung beschert. Die Geschäftsaussichten in China besserten sich, ist der Vorstand überzeugt. BHP will deshalb wachsen und prüft, die ertragsstarke Eisenerzsparte auszubauen.
BHP-Chef Mike Henry erwartet, dass China zu alter Wachstumsstärke zurückkehrt, was gut auch für das Geschäft des Berbaukonzers wäre

BHP-Chef Mike Henry erwartet, dass China zu alter Wachstumsstärke zurückkehrt, was gut auch für das Geschäft des Berbaukonzers wäre

Foto: James Ross/ dpa

Der australische Rohstoffkonzern BHP hat im abgelaufenen Geschäftsjahr 2021/22 (Ende Juni) dank Rekordpreisen für Rohstoffe so viel verdient wie noch nie zuvor. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn stieg im Jahresvergleich um fast 40 Prozent auf 23,8 Milliarden US-Dollar (23,3 Milliarden Euro), teilte BHP mit Sitz in Melbourne am Dienstag mit. Im Vorjahr hatte das Unternehmen hier 17,1 Milliarden Dollar ausgewiesen. Die in London notierten Aktien von BHP zogen um 5 Prozent an.

Aufgrund besserer Geschäftsaussichten in China will das Unternehmen sein Wachstum vorantreiben. So will der Rohstoffkonzern die Ausweitung seiner ertragsstärksten Eisenerzsparte auf eine Jahresproduktion von 330 Millionen Tonnen und eine mögliche Steigerung des Volumens bei Kupfer und Nickel prüfen. Die Inbetriebnahme einer neuen Kali-Mine in Kanada ist für 2026 geplant.

Trotz der jüngst schwachen Daten aus China rechnet Unternehmenschef Mike Henry (56) mit Rückenwind für die Weltwirtschaft. Das asiatische Land dürfte in den nächsten sechs bis zwölf Monaten für eine gewisse Stabilität des globalen Wachstums sorgen, sagte er laut Mitteilung. Das Chinageschäft trägt in der Regel mehr als 60 Prozent zum Konzernumsatz von BHP bei.

Allerdings warnte der Manager vor einer konjunkturellen Verlangsamung der fortgeschrittenen Volkswirtschaften aufgrund der Zinswende, einer anhaltenden geopolitischen Unsicherheit und dem Inflationsdruck. Die Auswirkungen der Energiekrise in Europa gäben besonderen Anlass zur Sorge.

rei/DPA
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