BHP mit ersten Verlust seit 15 Jahren Giftschlamm-Katastrophe brockt BHP Milliardenverlust ein

Der Verfall der Rohstoffpreise und die Kosten für eine Umweltkatastrophe haben den britisch-australischen Bergbaukonzern BHP Billiton tief in die roten Zahlen gerissen.
Dammbruch mit Folgen: Die Giftschlamm-Katastrophe im vergangenen Jahr kosteten den Bergbau-Riesen BHP Milliarden, jetzt ist der Konzern tief in die Verlustzone gerutscht

Dammbruch mit Folgen: Die Giftschlamm-Katastrophe im vergangenen Jahr kosteten den Bergbau-Riesen BHP Milliarden, jetzt ist der Konzern tief in die Verlustzone gerutscht

Foto: CHRISTOPHE SIMON/ AFP

Der Bergbaukonzern BHP Billiton hat im abgelaufenen Geschäftsjahr (Ende Juni) einen Verlust von 6,4 Milliarden US-Dollar ausgewiesen, teilte das britisch-australische Unternehmen am Dienstag mit. Vor einem Jahr hatte der Konzern noch 1,9 Milliarden Dollar verdient. Es war das erste Minus seit der Entstehung von BHP Billiton  vor 15 Jahren.

Dabei hinterließ eine Giftschlamm-Katastrophe nach dem Dammbruch in einem brasilianischen Eisenerzbergwerk, an dem BHP beteiligt ist, tiefe Spuren. Der Konzern bezifferte seine Kosten auf 2,2 Milliarden Dollar. Hinzu kamen hohe Abschreibungen auf Ölprojekte.

Erneut kappte der Konzern die Ausschüttung an seine Aktionäre. Sie müssen sich nun mit einer Schlussdividende von 14 Cent pro Anteilsschein begnügen. Für das Gesamtjahr bekommen sie damit insgesamt nur noch 30 Cent, vor einem Jahr waren es noch 1,24 Dollar. Eine schnelle und dauerhafte Erholung der Rohstoffpreise erwartet BHP-Chef Andrew Mackenzie nicht. Mit harten Einsparungen versucht er gegenzusteuern.

rei/dpa
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