Dienstag, 15. Oktober 2019

Sonnenschutz-Sparte wechselt Besitzer Beiersdorf kauft Bayer-Tochter Coppertone

Coppertone geht an Beiersdorf

Der Kosmetikhersteller Beiersdorf kauft die Sonnenschutz-Sparte von Bayer Börsen-Chart zeigen für 550 Millionen Dollar. Beiersdorf Börsen-Chart zeigen erklärte am Montag, mit dem Erwerb der Marke Coppertone verschaffe man sich Zugang zum weltweit größten Markt für Sonnenschutz, den USA.

Bayer hatte Coppertone im Zuge der Übernahme des Geschäfts mit rezeptfreien Produkten des US-Pharmakonzern Merck & Co im Jahr 2014 übernommen. Damals zahlte Bayer rund 14 Milliarden Dollar für den Bereich, zu dem noch Marken wie Dr. Scholls Fußpflege, Claritin, Niralax und Afrin gehören. Es galt damals nach der Schering-Übernahme als die zweitgrößte Übernahme von Bayer. Für Schering hatte der Konzern fast 17 Milliarden Euro gezahlt. Für den Zusammenschluss mit Monsanto Börsen-Chart zeigen investierte Bayer Jahre später 63 Milliarden Dollar.

Die jetzige Transaktion soll nun im dritten Quartal abgeschlossen werden. Die Aufsichtsräte von Beiersdorf wie Bayer hätten bereits zugestimmt. 2018 hat das schwächelnde Coppertone-Geschäft 213 Millionen Dollar umgesetzt. Beiersdorf hatte noch im April erklärt, sich derzeit nicht zu Übernahmen drängen lassen zu wollen. Wenn ein anderes Unternehmen gekauft werde, müsse es zum Kerngeschäft mit Hautpflegeprodukten mit Marken wie Nivea, Eucerin und La Prairie passen.


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Von Analysten wurde die Übernahme positiv bewertet. Die US-Investmentbank Goldman Sachs meint, nach dem Kauf hätten die Hamburger noch die stärkste Bilanz unter den von ihm beobachteten Nahrungsmittel- und Konsumgüterkonzernen. Analyst Andrew Wood vom US-Analysehaus Bernstein Research schrieb in einer Studie vom "ersten wichtigen Deal seit 2007". Bei der an sich guten Marke müsse dem neuen Konzernchef jedoch eine Trendwende gelingen, so dass es keine einfache Übernahme sei.

dpa/akn

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