Donnerstag, 21. November 2019

"Aufwieglerische, erfundene und irrelevante Beweise" Bayer-Tochter Monsanto geht gegen Glyphosat-Urteil vor

Unkrautvernichter Roundup: Das Produkte von Monsanto steht im Verdacht, krebserregend zu sein
JEAN-FRANCOIS MONIER / AFP
Unkrautvernichter Roundup: Das Produkte von Monsanto steht im Verdacht, krebserregend zu sein

Die Bayer-Tochter Monsanto Börsen-Chart zeigen will das milliardenschwere Schadenersatz-Urteil im jüngsten US-Prozess um Krebsgefahren ihres Unkrautvernichters Roundup aufheben lassen. Die Anwälte des Konzerns reichten am Montag (Ortszeit) Anträge bei der zuständigen Richterin Winifred Smith in Kalifornien ein, die Entscheidung der Jury von Mitte Mai entweder zu kassieren oder einen neuen Prozess anzusetzen.

Die Geschworenen hatten Monsanto zu insgesamt über zwei Milliarden Dollar Schadenersatz an ein Rentnerehepaar verurteilt. Die Kläger hatten Monsantos Roundup, das den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat enthält, für ihre Krebserkrankungen verantwortlich gemacht und dem Unternehmen vorgeworfen, die Risiken gezielt verschwiegen zu haben. Es war bereits der dritte Schuldspruch binnen weniger Monate.

Bayer Börsen-Chart zeigen hatte direkt nach dem Urteil angekündigt, Berufung einzulegen. Die Entscheidung der Geschworenen werde nicht von den Fakten getragen, hieß es in den am Montag bei dem Gericht in Oakland eingereichten Unterlagen. Vielmehr gehe das Urteil auf "aufwieglerische, erfundene und irrelevante Beweise" der Anwälte der Kläger zurück. Bei dem Verfahren sei es um eine "abstrakte Verunglimpfung von Monsanto" gegangen. "Ein neuer Prozess ist notwendig", so Bayers Anwälte.

Der Dax-Konzern, der Monsanto 2018 für rund 63 Milliarden Dollar gekauft hatte, ist inzwischen mit rund 13.400 US-Klagen wegen Roundup konfrontiert.

mg/dpa-afx

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