Saatguthersteller Bayer stellt für Monsanto-Deal US-Geschäftsteile zum Verkauf

Die Übernahme von Monsanto soll nicht am Veto von Kartellbehörden scheitern, also stellt Bayer-Chef weitere Geschäftsteile zum Verkauf

Die Übernahme von Monsanto soll nicht am Veto von Kartellbehörden scheitern, also stellt Bayer-Chef weitere Geschäftsteile zum Verkauf

Foto: Oliver Berg/ dpa

Der Pharma- und Chemiekonzern Bayer  hat laut einem Pressebericht mit dem Verkauf von US-Unternehmensteilen im Zuge der angestrebten Monsanto-Übernahme begonnen. Vorstandschef Werner Baumann biete derzeit unter anderem einen Hersteller von Saatgut für Gemüse sowie einen Agrar-Softwarespezialisten zum Kauf an, berichtete die "New York Post" in der Nacht zum Donnerstag unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen.

Ein Bayer-Sprecher wollte die Informationen auf Anfrage nicht kommentieren. Ziel sei es weiterhin, den Monsanto-Deal Anfang 2018 abzuschließen, dafür arbeite man nach wie vor eng mit den Wettbewerbsbehörden zusammen, sagte er.

Inklusive der bereits BASF versprochenen Geschäftsteile dürften die abzugebenden Sparten damit über den 1,6 Milliarden Dollar Jahresumsatz liegen, die Bayer bei Ankündigung der Übernahme zu verkaufen bereit war, hieß es bei der "New York Post". Im Mai 2016 - bei Bekanntgabe der Pläne - waren das umgerechnet 1,4 Milliarden Euro.

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Bayer will den umstrittenen US-Saatgutspezialisten für 66 Milliarden Dollar inklusive Schulden übernehmen und so den führenden Agrarchemie-Konzern schmieden. Allerdings muss Bayer einige Teile verkaufen, um den Segen von Kartellwächtern zu erhalten. BASF nimmt den Leverkusenern für rund 5,9 Milliarden Euro Teile von deren Geschäft mit Saatgut und Unkrautvernichtungsmitteln ab - diese Bereiche kamen 2016 auf einen Umsatz von rund 1,3 Milliarden Euro.

Rei/dpa-afx