Mittwoch, 19. Juni 2019

Bayer-Aktie stürzt nach Urteil gegen Monsanto ab Wie ein Urteil zehn Milliarden Euro Börsenwert auslöschen kann

Unkrautvernichter Glyphosat wird versprüht: Ein US-Urteil gegen den Glyphosat-Hersteller Monsanto hat den Börsenwert des Monsanto-Käufers Bayer zum Wochenstart um zehn Milliarden einbrechen lassen

5. Teil: Welche Bedeutung hat das Urteil?

Es handelt sich um einen Einzelfall. Allerdings war der Prozess der erste in einer ganzen Reihe von Fällen, die noch anhängig sind - und stand entsprechend stark im Fokus der Öffentlichkeit. Die harte Strafe könnte deshalb besonders große Imageschäden anrichten. Monsantos Ruf ist allerdings ohnehin schon ziemlich ramponiert. Die neue Konzernmutter Bayer will den Namen denn auch verschwinden lassen, wenn die Übernahme vollzogen ist.

Für die zentrale Streitfrage, ob das Herbizid Glyphosat krebserregend ist, hat das Urteil indes nur begrenzte Aussagekraft. Anders als die Jury im aktuellen Fall zeigt sich etwa der US-Bundesrichter Vince Chhabria, bei dem viele Sammelklagen gebündelt sind, skeptisch, ob die Beweislage einen Zusammenhang wirklich eindeutig belegen kann.

Letztlich ist das Urteil im Fall Johnson - so aufsehenerregend es auch sein mag - nur eines von vielen, die noch folgen werden. Und es ist keineswegs klar, wie die anderen Verfahren verlaufen werden.

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