Montag, 20. Mai 2019

Bayer-Aktie stürzt nach Urteil gegen Monsanto ab Wie ein Urteil zehn Milliarden Euro Börsenwert auslöschen kann

Unkrautvernichter Glyphosat wird versprüht: Ein US-Urteil gegen den Glyphosat-Hersteller Monsanto hat den Börsenwert des Monsanto-Käufers Bayer zum Wochenstart um zehn Milliarden einbrechen lassen

2. Teil: Worum ging es bei der Klage überhaupt?

Geklagt hatte der an Lymphdrüsenkrebs leidende Dewayne "Lee" Johnson, der als Platzwart an kalifornischen Schulen häufig Unkrautvernichter wie Roundup und Ranger Pro von Monsanto verwendete. Der 46-Jährige machte die Produkte, die den umstrittenen Wirkstoff Glyphosat enthalten, für seine Erkrankung verantwortlich und beschuldigte das Unternehmen aus St. Louis, die Risiken bewusst verschwiegen zu haben.

Er hätte Roundup niemals an Schulen eingesetzt, wenn er die Gefahren gekannt hätte, sagte Johnson bei dem rund vierwöchigen Prozess vor Gericht und erhob schwere Vorwürfe an Monsanto. "Es ist unethisch. Es ist falsch. Menschen verdienen so etwas nicht", so der schwer von seinem Krebsleiden gezeichnete Kläger. Johnsons Prozess wurde vorgezogen, weil die Ärzte mit seinem baldigen Tod rechnen.

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