Hochtief verliert Katar als Aktionär "Wadaeaan" Hochtief - Scheichs sagen Tschüss und steigen aus

Von mm-newsdesk
Börse Doha: Der Investmentarm des Golfstaates Katar, die Qatar Investment Authority, gibt ihr Engagement beim MDax-Konzern Hochtief auf. Die Anteile sollen an den Großaktonär, die spanische Baufirma ACS gegangen sein. Sicher ist das aber nicht

Börse Doha: Der Investmentarm des Golfstaates Katar, die Qatar Investment Authority, gibt ihr Engagement beim MDax-Konzern Hochtief auf. Die Anteile sollen an den Großaktonär, die spanische Baufirma ACS gegangen sein. Sicher ist das aber nicht

Foto: REUTERS

Der Baukonzern Hochtief hat seinen zweitgrößten Aktionär verloren. Der Investmentarm des Golfstaates Katar, die Qatar Investment Authority, teilte am Montagabend den Komplettausstieg aus dem deutschen Unternehmen mit. Die 7 Millionen Aktien, die einem Anteil von 10 Prozent entsprechen, seien für 77 Euro je Stück verkauft worden.

Der Schlusskurs im Xetra-Hauptgeschäft hatte am Montag bei 81,78 Euro gelegen. Im nachbörslichen Geschäft waren sie dann deutlich abgesackt und beendeten den Tag bei 77,90 Euro. Mit dem Geschäft hat Katar brutto gut eine halbe Milliarde Euro eingenommen. Am Dienstagmorgen notierten die Aktien  5 Prozent schwächer.

Das Emirat dürfte das Investment mit Gewinn verkaufen. Als Katar im Dezember 2010 den Einstieg bei Hochtief verkündete, notierte die Aktie um 60 bis 65 Euro. Damit poliert der Staatsfonds seine Bilanz, die wegen der großen Pakete an Volkswagen-Aktien (sowohl Stamm-  als auch Vorzugsaktien ) und Glencore  ins Minus gerissen wird.

Ein maßgeblicher Teil des Paketes sei an einen einzelnen strategischen Aktionär gegangen, hieß es in der Mitteilung weiter. Ob damit der Hauptaktionär von Hochtief, die spanische Baufirma ACS  gemeint ist, wurde nicht bekannt.

Allerdings ist dieser neben dem nun aus dem Aktionärskreis ausgeschiedenen Katar der einzige bekannte Groß-Anteilseigner der Deutschen. ACS hatte laut Angaben auf der Internetseite von Hochtief zuletzt einen Anteil von 60,7 Prozent.

rei/dpa
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