Donnerstag, 19. September 2019

Kartellklage um Wunderbatterie BASF kämpft um Auto-Akkus der nächsten Generation

BASF-Stammwerk in Ludwigshafen: Der Chemieriese will im Zukunftsmarkt Elektromobilität mitmischen

BASF schaltet sich in den Kampf ums Auto der Zukunft ein - und sucht Hilfe von einem US-Gericht.

Der Kläger stellt sich dem Bundesgericht für den Bezirk Delaware als "das weltweit führende Chemieunternehmen" vor, "wohlbekannt und hoch angesehen für die Herstellung von Produkten für eine Vielzahl von Branchen von Kunststoffen über Pflanzenschutz bis zu Öl und Gas".

Das Produkt, um das es geht, hat BASF Börsen-Chart zeigen jedoch nicht selbst erfunden. Vielmehr hat die Gesellschaft aus Ludwigshafen am Rhein eine exklusive Lizenz für Lithium-Ionen-Akkus, deren Kathode ein Gemisch aus Nickel, Mangan und Kobalt (NMC) enthält, vom staatlichen Forschungslabor Argonne aus der Nähe von Chicago.

Argonne tritt in der am 20. Februar eingereichten Klage (PDF) an der Seite von BASF auf. Beklagte sind der belgische Metallkonzern Umicore Börsen-Chart zeigen und dessen japanischer Partner Makita, die der Klageschrift zufolge den Weltmarkt für NMC-Materialien monopolisieren und BASF um "Milliarden von Dollar an potenziellem Umsatz" bringen.

Umicore wiederum stützt sich auf Patente, die der US-Mischkonzern 3M Börsen-Chart zeigen im Jahr 2000 anmeldete - ein paar Monate nach Argonne, dafür aber weltweit, während sich Argonne um den Schutz nur in den USA bemühte. Die Technik wurde nicht wichtig genug genommen. Das hat sich geändert.

Denn NMC gilt als das nächste große Ding, um Elektroautos zum Durchbruch auf dem Massenmarkt zu verhelfen. Noch ist der neue Antrieb selten auf den Straßen, doch im Hintergrund werden Milliarden investiert - in der Hoffnung, das Geschäft der Zukunft zu dominieren.

Batterien sind wegen der Kosten, des Gewichts, der begrenzten Laufzeit und Sicherheitsproblemen der große limitierende Faktor. Zwar sinken die Preise wegen der Massenproduktion der auch in Laptops verwendeten herkömmlichen Lithium-Ionen-Akkus, das darin zumeist enthaltene Gemisch mit Sauerstoff ist aber instabil und verhältnismäßig teuer.

Seite 1 von 2

© manager magazin 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung