Gewinn gestiegen BASF mit leichter Aufschwungskraft

Deutschland steht vor einem Aufschwung, der größte hiesige Chemiekonzern profitiert von der Belebung. Der Betriebsgewinn stieg deutlich - allerdings machten sich dabei auch Bewertungen für Manageroptionen bemerkbar. Und zwar positiv für BASF.
BASF-Stammwerk in Ludwigshafen: Verbessertes Ergebnis im dritten Quartal des laufenden Jahres

BASF-Stammwerk in Ludwigshafen: Verbessertes Ergebnis im dritten Quartal des laufenden Jahres

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DPA

Ludwigshafen - Der weltgrößte Chemiekonzern BASF ist im dritten Quartal operativ auf der Stelle getreten. Während BASF mit Spezialchemikalien und Katalysatoren sowie Farben mehr verdiente, bremste die schlechtere Entwicklung in den Sparten Chemikalien sowie Öl- und Gas.

Nur geringere Belastungen aus der Bewertung von Aktienoptionen für Manager verhalfen der im Dax notierten Gesellschaft zu einem Ergebnissprung.

Den Ausblick für das laufende Geschäftsjahr 2013 bekräftigten die Ludwigshafener. Demnach wollen sie Umsatz und Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Gleichzeitig aber warnte Unternehmenschef Kurt Bock erneut. "Wir rechnen nicht mit einer Belebung des globalen Wirtschaftswachstums im vierten Quartal 2013."

Das Umfeld werde voraussichtlich herausfordernd bleiben. Bock hatte bereits bei Vorlage der Halbjahreszahlen von einem schwierigen restlichen Jahr gewarnt.

Die Aktie von BASF  legte am Morgen rund 1 Prozent zu und gehörte zu den größten Gewinnern im Dax .

Ergebnissprung dank Bewertungseffekt

Ein Händler sagte am Morgen, die Zahlen seien besser ausgefallen als befürchtet. BASF habe zudem die Prognose beibehalten. Ein anderer Händler kommentierte, die Erlöse von BASF seien ausgefallen wie erwartet. Das EBIT vor Sondereffekten habe dagegen besser gelegen als die Vorabschätzungen. Die Umstrukturierung zeige zusätzliche positive Effekte.

Im dritten Quartal legte das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Sondereffekten (EBIT) um 15,0 Prozent auf knapp 1,7 Milliarden Euro zu. Damit übertraf BASF die Schätzungen der Analysten. Der Sprung ist aber nur auf geringere Belastungen im Zusammenhang mit Aktienoptionen für Manager zurückzuführen.

Im vergangenen Jahr musste BASF (Kurswerte anzeigen) dafür eine deutlich größere Summe zurückstellen als dieses Jahr. Unter dem Strich blieb ein für die Aktionäre anrechenbarer Gewinn in Höhe von knapp 1,1 Milliarden Euro. Das waren 18,5 Prozent mehr als noch im Vorjahreszeitraum.

Der Umsatz kletterte um 1,5 Prozent auf gut 17,7 Milliarden Euro - vor allem dank eines höheren Volumens im Öl- und Gasgeschäft. Hier macht sich der Zukauf von Förderanlagen in Norwegen von Statoil bemerkbar. von Das Ergebnis wurde durch diese Sparte allerdings belastet, zum Teil wegen höherer Ausgaben für den Rückbau von Förderfeldern. Während BASF mehr absetzen konnte, drückten ungünstige Währungskurse auf die Erlöse.

kst/dpa-afx/reuters
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