Sonntag, 21. April 2019

Auch Großbritannien plant jetzt Zuckersteuer  Warum Coca-Cola & Co. in den Kampfmodus schalten

Coca Cola, Pepsi & Co: Wie ungesund Softdrinks wirklich sind
AFP

6. Teil: Belgien füllt sein Staatssäckel

In Belgien ist seit Anfang des Jahres eine so genannte Gesundheitssteuer in Kraft. Pro Literflasche zuckerhaltiger Brause werden dort zunächst 3 Eurocent fällig. Pro Dose ein Cent. Angesichts der geringen Höhe und der Tatsache, dass nicht nur zuckerhaltige Limonaden, sondern auch Produkte mit Zuckerersatzstoffen wie Coca-Cola-light von der neuen Steuer betroffen sind, erwarten Experten wenig positive Effekte dadurch. Vielmehr wird die Maßnahme weitverbreitet als in erster Linie fiskalisch betrachtet, mit dem Zweck Geld ins Staatssäckel zu bringen.

Der Staat selbst soll sich durch die progressive Steuer im ersten Jahr Mehreinnahmen von 50 Millionen Euro erhoffen, die dann pro Jahr um jeweils 50 Millionen Euro steigen sollen. Zum Progressions-Ende 2020 sollen sie dann bei 250 Millionen liegen.

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