Anleger feiern Klaus Kleinfeld US-Alukonzern Alcoa spaltet sich auf

Von mm-newsdesk
Alcoa-Chef Kleinfeld: Der frühere Siemens-Boss überrascht mit der Aufspaltung

Alcoa-Chef Kleinfeld: Der frühere Siemens-Boss überrascht mit der Aufspaltung

Foto: REUTERS

Der US-Aluminiumkonzern Alcoa spaltet sich in zwei Unternehmen auf. Dabei wird die klassische Herstellung von Rohmaterialien von technologisch anspruchsvolleren Produkten getrennt, wie der deutsche Alcoa-Chef Klaus Kleinfeld am Montag in New York mitteilte. Beide Unternehmen sollen künftig an der Börse notiert sein.

Unter dem Namen Alcoa soll weiter das traditionelle Geschäft laufen. Mit einem Jahresumsatz von zuletzt gut 13 Milliarden Dollar (11,6 Milliarden Euro) und 17.000 Beschäftigten weltweit ist es allerdings schon jetzt der kleinere Teil. Das Geschäft leidet unter weltweiten Überkapazitäten.

In der neuen Hochtechnologie-Gesellschaft sollen künftig rund 43.000 Menschen beschäftigt sein, der Bereich kam zuletzt auf Jahreserlöse von 14,5 Milliarden Dollar (13 Milliarden Euro) und verspricht künftig stärkere Wachstumsraten. Der frühere Siemens-Manager Kleinfeld wird die neue Firma führen.

Alcoa schließt sich mit der Aufspaltung dem weltweiten Trend von Traditionsunternehmen an, klassische Geschäfte mit beschränkten Wachstumsaussichten abzuspalten.So teilt sich etwa der US-Konzern Hewlett-Packard in ein Unternehmen für PC und Drucker und eins für Systemdienstleistungen.

Bei Anlegern kam das zunächst gut an: Alcoa-Aktien legten im vorbörslichen Handel gut 6 Prozent zu. Innerhalb der letzten zwölf Monate hatte das Papier mehr als 42 Prozent verloren.

ts/dpa/Reuters
Mehr lesen über Verwandte Artikel