EXKLUSIV Albert Christmann prüft Übernahmen Oetker will Bier- und Gastronomiemarkt aufmischen

Albert Christmann: Oetkers Konzernchef prüft die Übernahme angeschlagener Brauereien

Albert Christmann: Oetkers Konzernchef prüft die Übernahme angeschlagener Brauereien

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa

Der Nahrungsmittelgigant Oetker will seine Vorreiterrolle im Biergeschäft mit Übernahmen weiter ausbauen. Konzernchef Albert Christmann erwartet infolge der Corona-Krise eine Pleitewelle in der Gastronomie und damit erhebliche Schwierigkeiten bei vielen Brauereien. "Viele ohnehin schon gewinnschwache Brauer kann das die Existenz kosten. Entweder kommt es zu einer kalten Marktkonsolidierung sowohl in der Gastronomie als auch in der Brauwirtschaft oder zu Übernahmen", sagt Christmann im Gespräch mit dem manager magazin.  "Und ich sehe gute Chancen, dass wir dabei eine aktive Rolle spielen werden. Gelegentlich werden ja schon mal Wünsche wahr." Oetker ist über die Tochter Radeberger schon heute Marktführer im deutschen Biergeschäft.

Als Retter notleidender Kneipen will der Konzernlenker dagegen nicht einspringen - zumindest nicht im großen Stil. "Das könnte hier und da ein Weg sein, aber wir wollen jetzt nicht massenhaft in Kneipen investieren. Das ist nicht unser Geschäft."

Dabei setzt Oetker verstärkt auf das gebeutelte Gastgewerbe. Im Vorjahr hat das Unternehmen mit der Oetker Hospitality eine eigene Tochtergesellschaft gegründet und ehemalige Vapiano-Manager damit beauftragt, an neuen Gastronomiekonzepten zu feilen. Ein erstes Ergebnis lässt sich in wenigen Wochen in Frankfurt besichtigen. Dann eröffnet Oetker eine Dependance des bereits in der Schweiz getesteten Konzepts "Café Gugelhupf". Und dabei, so Christmann, soll es nicht bleiben. "Wir glauben an die Gastronomie, weil sie eine große gesellschaftliche Rolle spielt."

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