Dienstag, 12. November 2019

20 weitere Jahre Gründerfamilie hält Henkel die Treue

Henkel-Erbin Simone Bagel-Trah: Die Familie setzt ihre Tradition fort

Die Gründerfamilie des Henkel-Konzerns hat ihren Aktienbindungsvertrag um 17 Jahre verlängert: Er kann nun frühestens zu Ende 2033 gekündigt werden. Die Henkel-Aktie legt zu.

Köln/Düsseldorf - Der Konsumgüterkonzern Henkel (Persil, Pril, Schwarzkopf) kann noch mindestens zwei Jahrzehnte lang auf die Rückendeckung seiner Gründerfamilie bauen. Die Familie Henkel, die noch immer rund 59 Prozent der Stammaktien Dax-Konzerns kontrolliert, hat ihren Aktienbindungsvertrag um 17 Jahre verlängert, wie Henkel mitteilte.

Statt zum Jahresende 2016 könne der Vertrag nun frühestens zu Ende 2033 erstmalig gekündigt werden. Die Familie setze damit ihre Tradition fort, Henkel als langfristiger Mehrheitsaktionär zu begleiten, sagte Aufsichtsratschefin Simone Bagel-Trah, die auch die Familie Henkel vertritt. Spekulationen, die Familie könnte sich von Henkel-Anteilen trennen, sind damit vom Tisch.

An der Börse wurde die Mitteilung positiv aufgenommen: Aktien von Henkel Börsen-Chart zeigen lagen am Vormittag 0,7 Prozent im Plus. Im Dezember hatte die Henkel-Familie Firmenangaben zufolge die Zahl der im Aktienbindungsvertrag gebundenen Stammaktien von 53,65 Prozent auf 58,68 Prozent aufgestockt.

"Wir freuen uns über das klare und langfristige Bekenntnis der Henkel-Familie zum Unternehmen", erklärte Konzernchef Kasper Rorsted. Es zeige das Vertrauen in die Strategie und das Zukunftspotenzial des Konzerns.

Und der hat es derzeit nicht leicht: Währungsschwankungen machen Henkel zu schaffen, der Umsatz ging 2013 zurück. Vor allem im ersten Halbjahr 2014 werde der Einfluss negativer Wechselkurseffekte weiter spürbar sein, sagte Rorsted bei Vorlage der Bilanz.

Dennoch setzt er weiter auf die aufstrebenden Märkte. Denn in den vergangenen Jahren trieb die rasche Expansion des Geschäfts mit Waschpulver, Shampoo und Klebstoffen in den Schwellenländern Asiens und Südamerikas die Unternehmenszahlen zu immer neuen Rekorden.

ts/rtr/dpa

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