Zephyr Airbus sucht Partner für solarbetriebene Aufklärungsdrohne

Die Aufklärungsdrohne Zephyr kann monatelang in einer Höhe von 21 Kilometern verweilen. Um dieses Projekt voranzutreiben, sucht Airbus-Chef Guillaume Faury nun offenbar einen Partner.
Ausdauernd dank Solarbetrieb: Aufklärungsdrohne Zephyr

Ausdauernd dank Solarbetrieb: Aufklärungsdrohne Zephyr

Foto: Airbus

Der europäische Flugzeugbauer Airbus sucht für seine Aufklärungsdrohne Zephyr einem Medienbericht zufolge Partner. Der von Guillaume Faury (54) geführte Airbus-Konzern habe Morgan Stanley beauftragt, Partnerschaften zu finden, berichtete die "Financial Times" am Montag .

Ziel sei es, das Geschäft, das unter dem Markennamen "Aalto" firmieren werde, zu kommerzialisieren. Samer Halawi (53), der das Programm seit vergangenem Sommer leitet, erklärte gegenüber dem Blatt, Zephyr befinde sich "in einer finalen Designphase." Die geplante Ausgliederung des Bereichs und eine Partnerschaft sollten dieses Geschäft vorantreiben, so Halawi.

Bei Airbus war zunächst niemand für eine Stellungnahme erreichbar. Die solarbetriebene Überwachungs- und Kommunikationsdrohne kann monatelang in einer Höhe von 21 Kilometern verweilen.

Airbus vor Großauftrag aus Indien

Unterdessen wurde bekannt, dass Airbus Branchenkreisen zufolge einen Großauftrag über 235 Kurzstreckenmaschinen von der indischen Fluggesellschaft Air India erhalten soll. Das Geschäft soll offenbar am 27. Januar bekannt gegeben werden.

Insgesamt will Air India demnach 425 Kurzstreckenmaschinen bestellen, davon neben den Airbus-Flugzeugen auch 190 Boeing-Max-Flieger, wie es weiter hieß. Dazu kämen bis zu 70 Großraumflugzeuge, darunter 40 Airbus A350, 20 Boeing 787 und zehn Boeing 777X.

Schon im vergangenen Monat hatte die Nachrichtenagentur Reuters erfahren, dass Air India bis zu 500 Jets bestellen könnte; zu Listenpreisen einschließlich Optionen könnte es um ein Volumen von mehr als 100 Milliarden Dollar gehen. Es wäre damit der volumenmäßig größte Auftrag einer einzelnen Airline überhaupt.

Im vergangenen Jahr hatte Airbus wegen Engpässen bei Zulieferern merklich weniger Jets ausgeliefert als lange Zeit erhofft. Trotz eines Schlussspurts fanden im Gesamtjahr netto nur 661 Maschinen den Weg zu den Kunden, das waren deutlich weniger als die ursprünglich angepeilten 720 Maschinen. Dennoch lag der weltgrößte Flugzeughersteller damit weit vor seinem US-Rivalen Boeing, der auf 480 Jets kam.

hr/Reuters
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