Insider Airbus hat 2022 wohl 663 Flugzeuge ausgeliefert

Airbus hat im vergangenen Jahr etwa 663 Maschinen an seine Kunden geliefert. Damit verfehlt der Konzern zwar sein Ziel, liegt aber immer noch weit vor dem US-Rivalen Boeing.
Rückstand nicht mehr aufzuholen: Lieferschwierigkeiten und Produktionsausfälle setzten Airbus im vergangenen Jahr zu, sodass Guillaume Faury schon im Sommer 2022 das Ziel auf 700 Maschinen herabsetzte. Nun blieb der Konzern auch unter dieser Marke.

Rückstand nicht mehr aufzuholen: Lieferschwierigkeiten und Produktionsausfälle setzten Airbus im vergangenen Jahr zu, sodass Guillaume Faury schon im Sommer 2022 das Ziel auf 700 Maschinen herabsetzte. Nun blieb der Konzern auch unter dieser Marke.

Foto: Marcus Brandt / dpa

Airbus hat Branchenkreisen zufolge im abgelaufenen Jahr bis zu 663 Verkehrsflugzeuge ausgeliefert und damit sein ursprüngliches Ziel von 700 Maschinen um fünf Prozent verfehlt. Der europäische Flugzeugbauer hatte im Dezember sein Auslieferungsziel aufgegeben und das mit Verwerfungen in der Lieferkette begründet. Airbus hatte aber erklärt, die Zahl werde nicht signifikant unter der Zielmarke liegen. Allerdings müssen die Auslieferungen noch intern überprüft werden. Die Zahl könnte sich daher bis zur Vorlage der offiziellen Bilanz am 10. Januar verändern.

Auch die Experten von BNP Paribas Exane nannten in einer Studie am Donnerstag die Zahl von 663 Flugzeugen. Die französische Zeitung "La Tribune" schrieb von 660 Maschinen. Airbus übergibt im Dezember traditionell noch besonders viele Maschinen an die Kunden. Bis Ende November hatte Airbus aber erst 565 Flugzeuge ausgeliefert. Lieferschwierigkeiten und krankheitsbedingte Produktionsausfälle summierten sich zu einem Rückstand, der nicht mehr aufzuholen war. Schon im Sommer hatte Airbus das Ziel für das Gesamtjahr angesichts der brüchigen Lieferketten um 20 auf rund 700 Flugzeuge zurückgeschraubt.

Dennoch liegt Airbus mit weitem Abstand vor Boeing: Der US-Rivale hatte bis Ende November 411 Flugzeuge an die Kunden ausgeliefert. Die Nachfrage vor allem nach Kurzstreckenflugzeugen hat nach der Corona-Krise deutlich angezogen. Airbus profitiert dabei auch von den massiven operativen Problemen bei Boeing.

rei/Reuters

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