Montag, 23. September 2019

Nach WM-Beißattacke und Fifa-Sperre Adidas stoppt Werbung mit Suárez

Bissiger Starstürmer: "Adidas duldet das jüngste Verhalten von Luis Suárez nicht", teilt der Konzern mit

Nach seiner Beißattacke bei der Fußball-WM und der Sperre durch die Fifa stellt nun auch Adidas die Zusammenarbeit mit Uruguays Starstürmer Luis Suárez ein. Eine Moralpredigt gibt's obendrauf.

Berlin - Der Sportartikelhersteller Adidas hat auf die drastische Strafe für Luis Suárez reagiert und alle Werbemaßnahmen mit Uruguays Starstürmer während der Fußball-WM in Brasilien gestoppt. "Adidas duldet das jüngste Verhalten von Luis Suárez nicht", sagte ein Sprecher. "Wir werden ihn noch einmal an die hohen Verhaltensstandards erinnern, die wir an unsere Spieler stellen. Wir planen keine weiteren Marketingaktivitäten mit Suárez während der Fußballweltmeisterschaft 2014."

Für Suárez ist die WM wegen seiner Beißattacke im Vorrundenspiel gegen Italien vorzeitig beendet. Die Disziplinarkommission des Fußball-Weltverbandes Fifa hatte am Donnerstag eine sofortige Neun-Spiele-Sanktion sowie eine Vier-Monats-Sperre gegen den 27-Jährigen verhängt. Suárez wurde zudem zu einer Geldstrafe von 100.000 Schweizer Franken (82.000 Euro) verurteilt. Die Sperre von neun Partien gilt nur für WM-Endrunden- bzw. Qualifikationsspiele.

Am 24. Juni hatte Suárez seinen italienischen Gegenspieler Giorgio Chiellini in der 79. Minute in die Schulter gebissen. Der mexikanische Schiedsrichter Marco Rodriguez und seine Assistenten an den Linien hatten die Szene nicht gesehen. Suárez konnte aber aufgrund der TV-Bilder verurteilt werden.

ts/dpa-afx/sid

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