Sonntag, 15. Dezember 2019

Amerikas Bierkrieg Wie AB InBev Tausende Craft-Brauer aus dem Markt spült

AB InBev schluckt SAB Miller: Zu diesen Konzernen gehören Deutschlands Biermarken
Bloomberg via Getty Images

5. Teil: ... und die Macht des Geldes

Um sicherstellen zu können, dass das eigene Bier auch gut den Weg in den Markt findet, hat AB Inbev sich ohnehin schon ein Netz an Großhändlern aufgebaut.

Als 2015 der US-Staat Kentucky den parallelen Besitz von Brauerein und Großhändlern verbot, tauschte der Konzern einfach seine dortigen Großhändler

gegen Händler in anderen Bundeststaaten ein.Und auch über Sponsorenverträge soll sich Ab InBev den exklusiven Verkauf seiner Produkte in bestimmten Seattler Kneipen gesichert haben. Offensichtliches Ziel: Fremde Craft-Produzenten draußen halten. Örtlichen Medien zufolge kassierte der Konzern dafür bereits eine 150.000 Dollar Strafe. Allerdings hat AB InBev bislang keinerlei Fehlverhalten eingeräumt.

Doch der Konzern scheint zu allem entschlossen: Laut "Wall Street Journal" hat der Konzern erst kürzlich einen"Dream Incentive Plan" verabschiedet, in dem er 65 Managern umfangreiche Aktienoptionen verspricht, wenn sie es schaffen, den Umsatz der fusionierten Firma bis 2020 um 50 Prozent in die Höge zu jazzen.

Das Topmanagement ist von dem Plan aber offenbar - womöglich auch wohlweislich - ausgenommen.

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